Anja Blieninger stand schon mit drei Jahren das erste Mal auf Ski und gewann bereits mit fünf ihr erstes Skirennen. Im Verlaufe ihrer Karriere als Skirennläuferin musste sie bereits einige verletzungsbedingte Rückschläge hinnehmen und konnte erst in der Saison 2004/2005 so richtig zeigen, was in ihr steckt.

Früher Kreuzbandriss
Schon früh wurde Blieningers Karriere durch Verletzungen gekennzeichnet. In der Saison 1997/1998 erlitt die Deutsche einen Kreuzbandriss mit Menikusschaden und musste dadurch die komplette Saison pausieren. Dies warf die junge Deutsche natürlich weit zurück in dem Bestreben, sich in den Weltcup-Kader vorzuarbeiten. Die gleiche Verletzung erlitt sie dann einige Jahre später, nämlich in der Saison 2002/2003, als sie ebenfalls lange ausfiel und erst im November 2003 ihr Comeback geben konnte.

Weltcup-Debüt in Garmisch-Partenkirchen
Fuhr sie in den jungen Jahren ihrer Karriere eigentlich nur bei FIS-Rennen oder Europacup-Rennen, so durfte sie im Februar 2001 in Garmisch-Partenkirchen auch einmal im Weltcup an den Start gehen. Leider fiel sie im ersten Durchgang aus und verpasste so den Sprung ins Finale.

Die ersten Weltcup-Punkte
Lange musste Blieninger, teilweise durch die schweren Verletzungen begründet, auf den zweiten Weltcup-Einsatz ihrer Karriere warten. Erst im Winter 2004/2005 meldete sie sich bei den Großen zurück. Und das mit einem Paukenschlag, denn am Semmering gelang ihr nicht nur die Qualifikation für das Finale, sondern sie erreichte gar den 21. Platz und erzielte damit ihre ersten Weltcup-Punkte. Dies sollte allerdings die einzige Platzierung in diesem Winter im Weltcup bleiben. Im Europacup fuhr sie dagegen glänzend, gewann den Slalom in Lenggries und erreichte drei weitere Podestplätze. Insgesamt kam sie in der Europacup-Gesamtwertung auf den vierten Rang.

Olympia-Qualifikation geschafft - Verletzung zerstört Traum
Der Durchbruch in die Spitze gelang Blieninger dann in der Folgesaison. Endlich einmal ohne Verletzungspech nahm sie den Winter 2005/2006 in Angriff. Das sollte sich schon bald auszahlen, denn die DSV-Athletin erreichte Ende Dezember zweimal das Finale und im Januar 2006 holte sie sich innerhalb von vier Tagen sogar das Olympia-Ticket. In Zagreb wurde sie 14. und in Maribor einige Tage später gar Zwölfte, was ihr das Ticket nach Turin einbrachte. Doch dieser Traum wurde jäh zerstört, denn eine Woche vor Olympia verletzte sich Blieninger vor dem Riesenslalom in Ofterschwang. Beim Einfahren erlitt sie einen Bruch der Hand, eine Bänderverletzung am Rücken und eine Gehirnerschütterung und fiel für den Rest der Saison aus.

Steckbrief
Geboren: 15.06.1981 in Unterammergau
Nation: Deutschland
Heimatverein: TSV Altenau
Größe: 165 cm
Gewicht: 65 kg
Beruf: Sportsoldat
Hobbys: Lesen, Klettern, Kino, Radfahren

Erfolge
Ihre ersten Weltcup-Punkte feierte Anja im Dezember 2004 in Semmering (AUT). Dort erreichte sie den 21. Platz. Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
noch keine Teilnahme

Weltmeisterschaft:
noch keine Teilnahme

Weltcup:
12. Platz Slalom in Maribor (SLO) 2006
14. Platz Slalom in Zagreb (CRO) 2006