Nike Bent kommt aus Funasdalen, einem kleinen Ort nahe der Grenze zu Norwegen. Die Schwedin konnte nach langer Durststrecke endlich im Weltcup Fuß fassen und schon einmal auf das Podest fahren.

Wir zeigen euch hier den Karriereverlauf bis zur Saison 2010/2011. Danach ist dieses Porträt nicht weiter aktualisiert worden.

Psychologie-Studium
Bent, deren Vater ein Sportgeschäft in Funasdalen betreibt und deren Mutter Lehrerin ist, studierte Psychologie und besitzt das Potenzial zur Allrounderin. Bislang konnte die Schwedin aber nur in den schnellen Disziplinen nach vorne fahren und wird in Slalom und Riesenslalom nur im Europacup eingesetzt.

Weltcup-Debüt 2001
Einen großen Erfolg errang Bent im Februar 2000, als sie bei der Junioren-WM in Kanada den vierten Platz belegte. In der Saison 2000/2001 feierte Bent, die der gleiche Jahrgang wie Anja Pärson ist, ihr Weltcup-Debüt. In Lenzerheide schied sie in der Abfahrt aus und kam im Super-G einen Tag später auf den 49. Platz. Doch danach konnte sie sich im schwedischen Team nicht durchsetzen und fiel wegen schwachen Leistungen aus allen Kadern.

Der einsame Kampf zurück
Von nun an finanzierte sie sich ihr Training selbst und kämpfte sich beim Skiclub Östersund wieder zurück. Die ersten Erfolge wurden im Winter 2003/2004 sichtbar, als die Schwedin im Europacup wieder bessere Resultate erzielen konnte und einige FIS-Rennen gewann. Zum Schluss der Saison wurde sie in ihrer Heimat Are auch einmal im Weltcup eingesetzt und schaffte auf Anhieb als 27. im Super-G den Sprung in die Punkte.

Erster Top Ten Platz
In der folgenden Saison schaffte Bent zwar keine weiteren Weltcup-Punkte, doch das Training unter dem deutschen Trainer Stephan Kurz trug Früchte. Vordere Platzierungen im Europacup und gute Leistungen im Training ließen hoffen und im Dezember 2005 machte sie in Lake Louise als Neunte auf sich aufmerksam, als sie mit der Startnummer 48 in die Top Ten fuhr.

Auf dem Podest in Bad Kleinkircheim 2006
Der absolute Durchbruch gelang der Schwedin dann im Januar 2006 im österreichischen Bad Kleinkirchheim. Schon im Training kam Bent mit der Strecke ausgezeichnet zurecht und dann überraschte sie bei der ersten Abfahrt mit dem sechsten Rang. Nur einen Tag später gelang ihr als Zweite gar der Sprung auf das Podest, zugleich der größte Triumph der Karriere bis dato für Bent. Insgesamt fuhr die Schwedin in jener Saison fünfmal im Weltcup unter die ersten zehn, was ihr im Abfahrts-Weltcup den zehnten Rang einbrachte. Zusätzlich wurden die guten Leistungten auch mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen in Turin belohnt, wo es für sie in der Kombination immerhin zum 14. Rang reichte.

Steckbrief
Geboren: 01.12.1981 in Funasdalen
Nation: Schweden
Heimatverein: Funäsdalens SLK
Größe: 165 cm
Gewicht: 73 kg

Erfolge
Ihre ersten Weltcup-Punkte feierte Nike Bent am 21.02.2004 in Are (SWE). Dort erreichte sie den 27. Platz. Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2006 in Turin (ITA): SG (21), K (14), DH (22)

Weltmeisterschaft:
noch keine Teilnahme

Weltcup:
Platz 10 Abfahrt Weltcup 2006

2. Platz Abfahrt Bad Kleinkirchheim (AUT) 2006
6. Platz Abfahrt Bad Kleinkirchheim (AUT) 2006
Fünf Top-Ten Ergebnisse