Giorgio Rocca zählt zu den stärksten Slalomfahrern überhaupt. Der Italiener ist Technikspezialist und tritt nur bei Riesenslalom- und Slalom-Rennen an.

Seit 1996 im Weltcup
Seinen ersten Start im Weltcup hatte Giorgio Rocca am 06. Januar 1996 in Flachau (AUT) - beim dortigen Riesenslalom schied er aus; und so sollte es ihm der Folgezeit häufiger passieren.

Aller Anfang ist schwer
Bei seinen ersten 17 Weltcupstarts erreichte Rocca lediglich drei Resultate, 14 Mal kam er nicht bis in das Ziel: Am 09. März 1997 gab es die ersten Weltcuppunkte in Shiga Kogen (JPN) für einen 23. Rang im Slalom. Neun Monate später in Val d'Isère (FRA) steht ein 26. Platz im Riesenslalom zu Buche. Erstmals im Oktober 1998 näherte sich der Italiener mit einem 14. Rang beim Riesenslalom in Sölden (AUT) einer Top-Ten-Platzierungen.

Aber dann
In der Zeit vom 06. Januar 1996 bis zum 22. November 1998 schaffte Rocca also nur die drei erwähnten Resultate - der Rest ist das typische Schweigen der Stangenwaldfahrer. Will sagen: Man riskiert in den technischen Disziplinen entweder viel, um überhaupt eine fordere Position erreichen zu können, oder man scheidet aus. In der Folgezeit reichte es für Rocca aber immer häufiger zu Top Ten-Platzierungen, ehe er im Januar 1999 bei einem Slalom in Kitzbühel den ersten Podestplatz holte.

Einer der Besten
Und nicht nur das: Roccas Ausfallquote sank während dieser Zeit auf unter 50%. In der Saison 2002/2003 schied Rocca entweder aus oder er platzierte sich im Bereich der Podiumsplätze, immer klar unter den Top Ten. Im Januar 2003 gewann er mit dem Slalom von Wengen (SUI) sein erstes Weltcup-Rennen. Auch beim K.O.-Slalom von Sestriere (ITA) stand er als Zweiter auf dem angestrebten Podest.

Bronze bei WM
Ein echtes Highlight setzte Rocca dann bei der Weltmeisterschaft in St. Moritz. Mit einem beherzten Lauf sicherte sich der Italiener völlig verdient hinter Ivica Kostelic (CRO) und Silvan Zurbriggen (SUI) die Bronzemedaille. Zu der Silbermedaille fehlten ihm lediglich drei Hundertstel Sekunden.

Abonnement auf den vierten Rang der Slalom-Wertung
Die Saison 2004/2005 schloss Rocca trotz drei Weltcup-Siegen 'nur' auf dem vierten Rang im Slalom-Weltcup ab. Zu häufig fuhr der Italiener unkonstant und vergab so eine bessere Platzierung. Doch bei der WM 2005 in Bormio konnte Rocca mit dem Gewinn zweier Medaillen glänzen. Bei der Kombination und im Slalom reichte es jeweils zu Bronze und ließ die einheimischen Fans jubeln, auch wenn diese gerne eine Goldmedaille für Rocca gefeiert hätten.

Steckbrief
Geboren: 06.08.1975
Heimatclub: C.S. Carabinieri
Nation: Italien
Größe: 182cm
Gewicht: 93kg
Web: http://www.giorgiorocca.com

Erfolge
1997 erreichte Rocca seine ersten Weltcuppunkte - als 23. bei einem Riesenslalom in Shigakogen. Zwei Jahre später stand er als Dritter nach dem Slalom von Kitzbühel erstmals auf dem Podium. Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel des Italieners. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination.

Olympische Spiele:
2002 in Salt Lake City (USA): GS (26), SL (ausgeschieden)

Weltmeisterschaft:
2005 in Bormio (ITA): K (3), SL (3)
2003 in St. Moritz (SUI): K (8), Sl (3)
2001 in St. Anton (AUT): SL (15)
1999 in Vail/Beaver Creek (USA): GS (11), SL (4)

Weltcup:
4. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Slalom 2003, 2004, 2005
insgesamt elf Weltcupsiege und weitere neun Podestplätze