Die abgelaufene Weltcup-Sasion 2005/2006 war reich an neuen Rekorden und gebrochenen Serien. Dabei konnte mit Martina Ertl-Renz auch eine Deutsche für positive Schlagzeilen sorgen.

Rekordjägerin Kostelic
Janica Kostelic konnte neben dem neuen Weltcup-Punterekord (1970), dem bislang höchsten Preisgeld für eine Frau im Weltcup (561.646 Schweizer Franken) noch weitere Rekordserien aufstellen. So erreichte sie zum elften Mal in Folge im Weltcup einen Podestplatz im Slalom (nur bei Olympia gelang ihr das nicht). Außerdem gewann sie nun die letzten acht Wettbewerbe in der Kombination - in Folge. Damit ist sie seit 2002 in dieser Disziplin ungeschlagen, auch bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen.

Dorfmeister und Nyberg: Auch alt erfolgreich
Michaela Dorfmeister stieg mit ihrem Sieg beim Super-G von Hafjell (NOR) zur ältesten Weltcupsiegerin aller Zeiten auf. 22 Tage vor ihrem 33. Geburtstag gewann sie das denkwürdige Rennen und löste Anita Wachter damit ab. Bei den Männern kann sich Fredrik Nyberg nun rühmen, als ältester Weltcup-Athlet einen Podestplatz errungen zu haben. Dem Schweden fehlten in Are (SWE) nur noch sechs Tage zu seinem 37. Geburtstag. Zuvor hatte der Italiener Kristian Ghedina diese Wertung angeführt.



Eine Klasse für sich
Der deutlichste Saisonsieg gelang bei den Damen Janica Kostelic. Die Kroatin hatte beim Slalom von Levi (FIN) 1,47 Sekunden Vorsprung vor Anja Pärson. Bei den Herren konnte Benjamin Raich beim Riesenslalom von Kranjska Gora eine glatte Sekunde zwischen sich und den zweitplatzierten Massimiliano Blardone bringen.

Ertl-Renz holt Rekord für die Ewigkeit
Martina Ertl-Renz schaffte in ihrer langen Karriere 428 Weltcup-Rennen - das ist absoluter Rekord. Die Deutsche löste damit Anita Wachter ab, die es auf 402 Rennen gebracht hatte. Damit bleibt Ertl wohl für immer ein Platz in den Ski-Geschichtsbüchern sicher.

Stenmark zu Ehren
Den ersten schwedischen Slalom-Sieg seit 1993 konnte Markus Larsson in Are feiern. Thomas Fogdö hatte vor 13 Jahren gesiegt, Larsson konnte ihm an einem besonderen Tag nachfolgen: Es war der 50. Geburtstag der Ski-Legende Ingemar Stenmark.

ÖSV-Pleite in Are
Eine Schlappe mussten die ÖSV-Speedfahrer in Are einstecken: Kein Österreicher kam bei Super-G und Abfahrt auf das Podest. Damit endete eine gewaltige Serie, denn seit dem 7. März 1996 und damit seit 68 Rennen war das im Super-G nicht mehr passiert. Und auch in der Abfahrt konnte der ÖSV 38 Rennen in Folge einen Fahrer auf das Stockerl schicken.