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Maria Pietilae-Holmner ist eines der größten Talente für die technischen Wettbewerbe bei den Damen. Der jungen Schwedin wird wohl auch die Zukunft gehören, doch auch schon in jungen Jahren konnte sie für einiges Aufsehen sorgen.

Talent aus Umea
Am 25. Juli 1986 wurde Maria Pietilae-Holmner in Umea in der schwedischen Provinz Västerbotten geboren und stand schon von Kindesbeinen an auf Skiern. Von den Talentscouts einmal entdeckt, kam sie in den Genuss der sehr guten technischen Ausbildung des schwedischen Verbandes und konnte schon bald erste Erfolge erzielen.

Erste Erfolge in Deutschland
Der erste Auftritt im Europacup erfolgte für die Schwedin am 1. Februar 2002 bei einem Slalom in Lenggries, wo sie sofort als 27. in die Punkte fuhr. Damals war sie gerade 16 Jahre alt. Ihr erstes Top-Ten Ergebnis auf dieser Ebene gelang ihr dann als 17-Jährige wieder auf deutschen Boden. Beim Riesenslalom in Zwiesel/Arber belegte sie im Dezember 2002 den zehnten Platz. Daraufhin folgten zwei Jahre, in denen Pietilae-Holmner keinen weiteren Schritt nach vorne machen konnte.

Gelungener Weltcup-Einstieg
Ihre ersten Weltcup-Punkte konnte die Schwedin mit 18 Jahren feiern. Beim Heimrennen, dem Riesenslalom in Are, belegte sie auf Anhieb Rang 15 und konnte diese Leistung auch beim Saison-Opener 2004/2005 in Sölden (AUT) mit Rang 16 bestätigen. Zuvor war sie bereits viermal angetretetn, ohne das Finale erreichen zu können. Danach folgten weitere gute Resultate, mit denen sich die Schwedin in den Weltcup-Klassements festsetzen konnte. Dabei profitierte sie auch von einer starken Technik-Mannschaft im eigenen Land, das mit Anja Pärson, Anna Ottosson und Therese Borssen über mehrere Klassefahrerinnen verfügt. Auch bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2005 in Bardonecchia (ITA) konnte sie ihr Talent beweisen. Allerdings reichte es noch nicht für einen PLatz ganz vorne. Rang sechs im Slalom und acht im Riesenslalom war die Ausbeute bei den Jugend-Titelkämpfen. Ihre erste WM bei den Senioren schloss sie in Bormio 2005 auf den Plätzen 13 und 16 ab.

Junioren-Weltmeisterin 2006
In der Saison 2005/2006 ging es dann noch einen Schritt nach vorne für das schwedische Talent. Im Weltcup konnte sie drei weitere Top-Ten Ergebnisse einfahren, darunter zwei sechste Plätze in Ofterschwang und Are. Am Ende lag sie damit im Slalom-Weltcup bereits an 17., im Riesenslalom an 20. Position. Damit hatte sie sich sportlich für die Weltcup-Finals qualifiziert - und das im Slalom gleich doppelt, denn wenige Tage zuvor war sie in Quebec City (CAN) Junioren-Weltmeisterin im Slalom geworden. Noch davor standen die Olympischen Winterspiele in Turin auf dem Programm. Dort überzeugte Pietilae-Holmer auf Rang zehn im Slalom und wurde im Riesenslalom 21.

Im Schatten von Pärson
Bei allem Talent kam die Schwedin in den Folgejahren nie ganz aus dem Schatten der großen Landsfrau Anja Pärson heraus. Im Weltcup stabilisierte sie sich zum Saisonende 2009 und 2010 unter den besten Acht - ohne je ganz nach oben kommen zu können. Das gelang ihr erst zu Saisonbeginn 2010/2011: In Aspen ließ die die Konkurrenz im Slalom erstmals hinter sich, in München gelang ihr das beim Parallelslalom erneut zum Jahresauftakt 2011.

Steckbrief
Geboren: 25.07 1986 in Umea
Nation: Schweden
Heimatverein: Uhsk Umeå SK
Größe: 170 cm
Gewicht: 63 kg