Dieser Winter war der Winter der Janica Kostelic. Sie eilte von Sieg zu Sieg, brach Rekorde und holte sich das vierte Olympia-Gold. Die Ausnahmeathletin aus Kroatien hat damit bereits fast alles erreicht, was man im alpinen Weltcup erreichen kann.

Grand Slam und Punkterekord
Mit ihrem Sieg beim Damen-Slalom in Ofterschwang hat die Kroatin Janica Kostelic Skigeschichte geschrieben. Als erste Frau nach der Österreicherin Petra Kronberger gelang es ihr, in allen fünf Disziplinen in einer Saison zu gewinnen. Diese historische Leistung wäre beinahe auch der Schwedin Anja Pärson gelungen, die lediglich in den Kombinationen nicht an Kostelic vorbeikam und daher \'nur\' in vier verschiedenen Wettbewerben Siege vorweisen kann.

Preisgeldkönigin 2006
Doch für Kostelic war damit die Erfolgsserie noch nicht vorbei. Trotz ihrer Erkältungsbeschwerden holte sie auch bei den Olympischen Spielen einmal Gold und einmal Silber. Und nach insgesamt neun Siegen brach die Kroatin auch die bisherige Bestmarke für die meisten Weltcup-Punkte in einer Saison: Mit 1970 Zählern holte sie zehn Punkte mehr als die Schwedin Pernilla Wiberg 1997. Das waren mehr Punkte als der gesamte Deutsche Skiverband auf sich vereinen konnte. Nur Hermann Maier hat 2000 jemals mehr Zähler erstritten, es waren damals genau 2000. Natürlich holte die Kroatin damit auch zum dritten Mal nach 2001 und 2003 den Gesamtweltcup und holte sich auch die Kristallkugel im Slalom. Belohnt wurde Kostelic am Ende mit einem neuen Preisgeldrekord: 561.646 Schweizer Franken hat noch keine Frau im Weltcup eingestrichen.