Es war ein Krimi. Der Super-G der Damen im norwegischen Hafjell-Kvitfjell entickelte sich so spannend wie kein anderes Damen-Rennen der Saison und belohnte am Ende gleich drei Fahrerinnen mit dem Sieg. Leidtragende war Kelly Vanderbeek, der eine Hundertstel zum Sieg fehlte und damit nur Rang vier errang.

Eine Hundertstel zurück - Podestplatz verfehlt
Das gab es noch nie in einem Super-G: Gleich drei Fahrerinnen konnten am Ende über den Sieg jubeln: Michaela Dorfmeister (AUT), Nadia Styger (SUI) und Lindsey Kildow (USA) schafften das Kunststück, zeitgleich über die Ziellinie zu fahren. Mit einer Hundertstel Rückstand blieb der Kanadierin Kelly Vanderbeek nur der äußerst undankbare vierte Platz - eine Rolle, die sie schon bei den Winterspielen hatte einnehmen müssen. Und auch der Fünften, Lucia Recchia aus Italien, hatten nur sechs Hundertstel auf den Sieg gefehlt. Für Dorfmeister bedeutete der Sieg zugleich den Gewinn des Super-G Weltcups.

Drei Siegerinnen auch in Sölden 2002
Einen ähnlichen Ausgang gab es bislang erst einmal. Beim Riesenslalom in Sölden fuhren am 26. Oktober 2002 Andrine Flemmen (NOR), Tina Maze (SLO) und Nicole Hosp (AUT) zeitgleich auf den Spitzenplatz.