Max Weickl aus Hallein (AUT) und Roy Kittler aus Pirna (GER) sind die großen Sieger der Snowpark Tour 2006. Weickl wurde beim Finale in Leogang zum "Most impressive Rider" der Snowboarder gewählt, Kittler gewann wie schon im Vorjahr die Wertung der Freeskier. Max Weickl durfte sich gleich doppelt freuen: Mit seinem Team aus Lech am Arlberg (AUT) holte er sich auch die Teamwertung der Snowboarder. Steffi Hamann aus Kempten (GER) war die beste Snowboarderin.

Traumhafte Bedingungen beim Finale
Bei traumhaften Bedingungen fand am Wochenende, 18./19. März 2006, im Funpark von Leogang das Finale der Snowpark Tour statt - zum zweiten Mal nach 2002. Frühlingshafter Sonnenschein und ein perfekt präparierter Snowpark trieben die jungen Snowboarder und Freeskier zu Höchstleistungen, die von mehreren hundert Zuschauern an der Asitzmuldenbahn bejubelt wurden. Die 80 besten Rider der zehn Qualifikations-Stopps in Österreich, Deutschland und der Schweiz hatten sich in Leogang eingefunden, um ihr Können in dem Snowpark mit zwei Kickern (7/12 m und 9/16 m), einer Corner und einer großen Auswahl an Rails zu zeigen.

Ski: Zweiter Sieg für Kittler
Das große Finalwochenende der Snowpark Tour 2006 begann mit dem Finale der Freeskier am Samstag. Wie alle Wettbewerbe wurde es im Format einer Jam Session abgehalten, jeder Fahrer hatte also während der zwei Stunden so viele Runs, wie er wollte. Bewertet wurde von den Judges um den deutschen Freeskier Nico Zacek und Head Judge Christian Reinhardt nach der Overall Impression; es zählte also der Gesamteindruck mit Kriterien wie Höhe, Weite, Style, Kreativität und Vielseitigkeit.

Saubere switch 900s an den Kickern
Wie schon 2005 gewann Roy Kittler aus Pirna das Finale. Der 17-Jährige siegte vor dem erst 12-jährigen Thomas Krief aus Alpe d’Huez (FRA) und Severin Guggemoos aus Garmisch-Partenkirchen (GER). Neben wertvollen Sachpreisen wie einem Paar Ski von Atomic darf sich Roy Kittler auf eine Reise nach China zur Teilnahme an der Nokia Totally Board Tour sowie die Halbfinal-Qualifikation beim Orage Freeski Masters in Laax freuen. "Wunderbar, ich freue mich sehr!", sagte Kittler nach der Siegerehrung, "alles ist gut gelaufen für mich, zumal ich letzte Woche noch mit Angina im Bett lag!" Kittler hatte die Judges vor allem mit sauberen switch 900s an den Kickern und switch 270 on/off an den Rails überzeugt. Nach seinem zweiten Sieg bei der Snowpark Tour darf er nunmehr nicht mehr bei der größten internationalen Serie für Nachwuchs-Snowboarder und -Freeskier teilnehmen und muss sich bei den Profis bewähren.

Thomas Krief der Star von morgen
Einer der Stars von morgen ist sicherlich auch der 12-jährige Franzose Thomas Krief, der mit fulminanten switch 540s, 720s und 900s überraschte und die älteren Teilnehmer damit auf die Plätze verwies. Er konnte sich wie der Drittplatzierte Severin Guggemoos über Sachpreise von Quiksilver und Atomic freuen.


Snowboard: Weickl beats Bernert
Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Snowboarder. Die jeweils vier besten Rider der zehn Stopps der Snowpark Tour traten im Team Battle an. Zum Teil wurde dabei spektakuläre "Gunfire Action" geboten, wenn die vier Fahrer kurz hintereinander oder nebeneinander über die Hindernisse fuhren und ihre Tricks performten. Vier Teams qualifizierten sich schließlich für das Superfinale: Die Schweizer aus Leysin trafen dort auf die Österreicher aus Lech und die zwei deutschen Teams aus Garmisch (Zugspitze) und Oberstdorf (Fellhorn). Mit einer konsistenten Leistung überzeugte das Team aus Lech mit Max Weickl, Patrik Huber, Michael Macho und Simon Holzknecht - das Judges-Panel mit Christian Reinhardt, Atomic-Rider Erwin "Pole" Polanc, Bjarni Thor Valdimarsson und Thomas "Mellow" Marsh wählte die Arlberger auf Platz Eins vor Leysin und der Zugspitze. Die Rider dieser Teams durften noch am gleichen Abend nach Innsbruck fahren, wo sie für drei Tage am Method Boot Camp im Nordpark teilnehmen und ihre Fähigkeiten noch weiter verbessern können.

Max Weickl ein echter Fan der Snowpark Tour
Im Kreise der Sieger aus Lech fand sich auch der Einzelsieger der Snowpark Tour: Max Weickl ist "Most Impressive Rider" 2006. Er outete sich nach seinem Sieg als echter Fan der Snowpark Tour: "Ich bin jetzt im vierten Jahr mitgefahren, weil ich die Snowpark Tour einfach super finde", so der 21-Jährige. "Die Kicker passen immer, die Judges schauen im Gegensatz zu vielen anderen Events auch auf den Style, und es hat sich eine fette Gemeinschaft gebildet, die sich jedes Jahr wiedertrifft." Mit einer starken technischen und kreativen Vorstellung und viel Style zog Weickl die Judges auf seine Seite und ließ damit unter anderem auch Vorjahressieger Manuel Bernert (AUT) hinter sich. "Max hat heute Vollgas gegeben und viel Mut zum Risiko bewiesen", lobte Thomas Marsh den Halleiner. Weickl zeigte unter anderem Tricks wie Cab 900, Frontside 720 und gewaltige 360s an der Corner und darf sich nun auf eine ganze Palette Profi-Events vorbereiten: Mit seinem Sieg ergatterte er Wild Cards für die TTR-Events Wängl Tängl 2006 in Mayrhofen und NescafÈ Champs Open 2007 in Leysin sowie für den nächsten Nokia Totally Board Event in China.

Patrick Huber mit Glanzpunkten an der Corner
Der Vorarlberger Patrik Huber aus Warth setzte im Superfinale mit Tricks wie Transfer Backside Boardslide am Suzuki Straight Rail, Cab 900 am Kicker und riesigen Backside Rodeos an der Corner Glanzpunkte und wurde damit Zweiter. Gian-Luca Cavigelli aus Wünnewil (SUI) explodierte im Superfinale geradezu und verdiente sich mit riesigen Backside 720s und 900s und einem Backflip an der Corner Rang Drei und damit wie Huber Sachpreise von Atomic und Quiksilver.

Steffi Hamann gewinnt bei den Damen
Bei der Wertung der Damen siegte Steffi Hamann mit Tricks wie Backside 540 am Kicker oder hohen Methods an der Corner. Sie hat sich damit für die Roxy Chicken Jam in St. Moritz qualifiziert: "Ich freue mich sehr, dass ich dort dabei sein darf", sagte sie. Zweite wurde Vanessa Waldenhofer aus Wels (AUT) vor Isabel Bolli aus Davos (SUI). Sie alle erhielten Outfits von Roxy und ein Snowboard beziehungsweise Bindungen von Atomic. Ebenfalls am Start war die Siegerin der Snowpark Tour China, Yin Di aus Peking, die Zehnte wurde.