Zum ersten Mal wurde im Weltcup der Nations Team Event im Weltcup in Are (SWE) ausgetragen. Dabei setzte sich das favorisierte österreichische Team mit 27 Punkten gegen die Konkurrenten aus den USA (30) und Schweden (31) durch. Das Team aus Deutschland belegte den achten und letzten Platz.

Deutschland als amtierender Weltmeister
Zum ersten Mal hatte dieser Wettbewerb bei den alpinen Weltmeisterschaften 2005 in Bormio (ITA) für Aufsehen gesorgt. Damals gewann Deutschland überraschend die Goldmedaille und bewies damit, dass sich in dieser Wettkampfform eine eigene Dynamik entwickelt, die für ein besonderes Spannungsmoment sorgen kann.

Einige Top-Stars nicht dabei
In Are mussten die verbliebenen Athleten eine halbe Stunde warten, ehe die Rennen doch problemlos starten konnten. Einige Top-Stars fehlten aber in den Aufgeboten der acht teilnehmenden Länder. Bode Miller hatte ebenso wenig gemeldet wie die ÖSV-Stars Hermann Maier, Michael Walchhofer, Michaela Dorfmeister oder Alexandra Meissnitzer. Auch Anja Pärson ging für Schweden nicht an den Start.

Vier Teams nach Super-G auf Siegkurs
Zunächst trugen dann die acht Teams vier Super-G Läufe aus, je zwei bei den Damen und den Herren. Dabei legten die Österreicher mit einigen zweiten Plätzen den Grundstein für den späteren Sieg. Gleichwertig mithalten konnten die Teams aus Kanada und den USA, sowie der Schweizer. Dabei zahlte sich aus, das Ausfälle weitgehend vermieden wurden. Die Laufbestzeiten erzielten Brigitte Acton (CAN), Andrea Fischbacher (AUT) und Peter Fill für Italien. In seinem letzten Weltcup-Auftritt ließ sich auch der Amerikaner Daron Rahlves es sich nicht nehmen, seinen Lauf klar für sich zu entscheiden.

Duell um rote Laterne
Weniger erfolgreich schnitten in den Speed-Rennen die Italiener und Schweden ab, die sich auf die Plätze fünf und sechs schoben. Für Deutschland und Frankreich blieb schon früh nur der Platz um den vorletzten Platz. Martina Ertl-Renz und Andreas Ertl mussten sich in ihren Läufen mit Rang acht begnügen, Kathrin Hölzl schaffte die vorletzte Position. Nur Felix Neureuther sorgte mit seinem vierten Platz dafür, dass der amtierende Weltmeister vor den Slaloms noch knapp vor den Franzosen rangierte.

Deutschland nur auf Rang acht
In den Slalom-Rennen zeigte sich das deutsche Team dann klar stärker. Felix Neureuther schaffte wie Martina Ertl-Renz Platz drei in seinem Lauf, Alois Vogl wurde Vierter. Letztlich konnten die Deutschen aber den Ausfall von Annemarie Gerg nicht mehr kompensieren. Denn auch die Franzosen zeigten eine starke Slalom-Vorstellung und holten durch Laure Pequegnot und Pierrick Bourgeat zweimal den Sieg in einem Lauf. Damit fiel der Weltmeister von 2005 auf den letzten Platz zurück.

Schweden holt auf, Sieg für den ÖSV
Auch die Schweden zeigten sich im Slalom von ihrer starken Seite und konnten sich nach dem Sieg von Markus Larsson noch auf Platz drei der Gesamtwertung verbessern. Den USA reichten zwei zweite Plätze der Damen zum zweiten Gesamtrang. Nachdem Nicole Hosp für Österreich im vorletzten Durchgang aber die Bestzeit hingelegt hatte und Ted Ligety in seinem Lauf nur die vorletzte Zeit fuhr, stand der Sieg des ÖSV schon vor der Fahrt ihres Schlussläufers fest. Reinfried Herbst genügte denn auch ein sechster Platz, um im Ziel mit seinen Teamkollegen jubeln zu können.

Erneut spannender Wettbewerb
Im nächsten Jahr wird der Nations Team Event erneut bei der Weltmeisterschaft in Are ausgetragen werden. Auch bei seiner zweiten Aufführung hat er sich als abwechslungsreiche und spannende Ergänzung zu den klassischen Disziplinen erwiesen. Auch weitere Ansetzungen im Weltcup sind angedacht. In diesem Jahr beschloss der Mannschaftswettkampf die Weltcup-Finals in Are und damit auch die alpine Ski-Saison.