Um den wichtigsten Freeride-Contest der Welt zu gewinnen, war in diesem Jahr mehr nötig als eine stattliche Portion Mut zum Risiko und skifahrerische Perfektion. Der Argentinier Oscar Sosa, nach dem ersten Tag nur Siebenter, holte in dem dreitägigen Contest von 15 der besten Freerider der Welt und fünf ausgewählten Rookies den Sieg. Zu verdanken hatte er ihn vor allem seinem einzigartigen Style, den er an den Tagen zwei und drei zelebrierte. "Die Kollegen haben meinen sauberen Stil mehr zu schätzen gewusst als die riskanten Tricks anderer Fahrer", analysierte der Argentinier nach dem Sieg.

Erster südamerikanischer Sieger
Bei dem Event fungieren die Rider traditionell selbst als Judges, an jedem der drei Wertungstage werden abends nach ausführlichen Videostudien die einzelnen Läufe bewertet. Sosa ist der erste südamerikanische Sieger des Red Bull Snowthrill. Wichtiger als die 4.000 Euro Preisgeld ist ihm die Signalwirkung seines bislang größten Erfolgs, "ich glaube, das zeigt auch, in welche Richtung sich das Freeriden entwickeln wird."

Über zehn Meter weite Sprünge
Die bereits traditionelle Leistungsschau der besten Freerider der Welt brachte Sprünge über mehr als zehn Meter, garniert mit Backflips und Grabs, perfekte Linien - nicht nur die Bedingungen des Contests waren perfekt, auch das Niveau war begeisternd. Mit seinen 1415 Punkten distanzierte Sosa die Konkurrenz dennoch deutlich: Stattliche 134 Punkte dahinter landete der nach dem ersten Tag noch führende Neuseeländer Andrew 'Noddy' Gowans (1281 Punkte) vor dem Österreicher Martin 'McFly' Winkler (1230 Punkte). Der italienische Mitfavorit Jacopo Bufacchi - er beendete Red Bull Snowthrill nach einigen Ausfällen von Landsleuten als einziger Lokalmatador - belegte Platz fünf und war damit nicht zufrieden: "Ich muss zugeben, ich wäre lieber am Podium gestanden." Für 2007 kündigte Bufacchi jedenfalls Revanche an.

Endstand
1. Oscar Sosa (ARG) 1415 Punkte
2. Andrew 'Noddy' Gowans (NZL) 1281 Punkte
3. Martin 'McFly' Winkler (AUT) 1230 Punkte
4. Bast Blasy (AUT) 1224 Punkte
5. Jacopo Bufacchi (ITA) 1195 Punkte
6. Alois Bickel (AUT) 1142 Punkte
7. Sascha Schmid (SUI) 1136 Punkte
8. Robin Kaleta (CZE) 1104 Punkte
9. Jani Pogacar (SLO) 1060 Punkte
10. William Kocher (FRA) 1038 Punkte