Benjamin Raich hat den Riesenslalom der Herren in Are (SWE) gewonnen und sich damit den Weltcup in dieser Disziplin gesichert. Nach zwei Läufen war der Österreicher in 02:22.50 Minuten der Schnellste. Auf Rang zwei kam der Italiener Massimiliano Blardone (+0,94) vor Fredrik Nyberg (SWE, +1,02).

Viele Ausfälle im ersten Lauf
Im ersten Durchgang wurden viele Läufer Opfer des schweren Hanges und der ungewöhnlichen Kurssetzung. Von den insgesamt 29 Skirennläufern am Start schieden neun aus. Viele Übergänge, Wellen und schlechte Sicht machten den Fahrern arg zu schaffen. Unter den Ausfällen waren so prominente Athleten wie Hermann Maier, Davide Simoncelli, Aksel Lund Svindal oder Bode Miller. Massimiliano Blardone und Benjamin Raich trotzten den schwierigen Bedingungen und lagen nach Durchgang eins in Front. Es kam also im Finale zum Showdown der beiden Führenden im Riesenslalom-Weltcup um den Gewinn der kleinen Kristallkugel.

Raich mit Laufbestzeit zur Kugel
Raich als Zweitplatzierter musste vorlegen und tat dies auf unnachahmliche Weise. Er erwischte einen grandiosen Lauf und setzte sich vor den bis dato Führenden Fredrik Nyberg. Nun musste Blardone nachlegen, denn nur ein Sieg hätte ihm die Kugel beschert. Doch der Lauf von Raich war einfach zu gut und der Italiener musste sich mit dem zweiten Rang zufrieden geben. Raich dagegen fuhr mit Laufbestzeit im Finale zum Sieg. Damit gewann er neben der großen Kugel für den Gesamt-Weltcup auch die Wertung im Riesenslalom und krönte seine bislang beste Saison der Karriere.

Nyberg auf dem Podest
Eine konstant gute Saison im Riesenslalom fuhr auch der Schwede Fredrik Nyberg. Der 36-Jährige zeigte auch beim Weltcup-Finale zwei hervorragende Läufe und wurde mit dem dritten Rang sowohl in Are als auch im Riesenslalom-Weltcup belohnt. Gegen Benjamin Raich allerdings hatte auch er am Freitag keine Chance. Im nächsten Winter wird Nyberg dann seine wahrscheinlich letzte Saison fahren.

Rahlves mit Abschiedsvorstellung
Daron Rahlves gab beim Riesenslalom in Are seine Abschiedsvorstellung. Und beim letzten Rennen seiner Karriere konnte der US-Amerikaner noch einmal überzeugen. Nach dem ersten Lauf lag er gar auf dem fünften Rang, fiel dann jedoch im Finale um einen Rang zurück. Dennoch ein versöhnlicher Abschluss für Rahlves.

Schwere Verletzung von Palander
Kalle Palander war einer vielen Ausfälle im ersten Durchgang und musste seinen Sturz mit einer schweren Verletzung bezahlen. Seine Saison ist nach einem Kreuzbandriss nun vorbei. Besonders bitter für den Finnen, denn er hätte am Samstag im Slalom noch eine Chance auf den Weltcup-Sieg in dieser Disziplin gehabt. Somit hat nun Giorgio Rocca die kleine Kristallkugel für den Slalom sicher.

Slalom am Samstag
Der Slalom beschließt die Weltcup-Saison für die alpinen Skirennläufer am Samstag - zumindest in den Einzelrennen. Am Sonntag steht dann zum ersten Mal im Weltcup der Teamevent auf dem Programm, bevor sich die Skistars endgültig vom Weltcup verabschieden.