Der letzte Super-G der Saison hatte für die alpinen Damen einige Überraschungen parat. Den Sieg sicherte sich in 01:19,45 Minuten die Österreicherin Nicole Hosp vor ihrer Teamkollegin Michaela Dorfmeister (+ 0,27). Einen hervorragenden dritten Rang erzielte Martina Ertl-Renz vom DSV, die nur 43 Hundertstel hinter Hosp war. Janica Kostelic (CRO) wurde Vierte und gewann damit den Gesamt-Weltcup.

Kostelic genügt vierter Rang
Noch am Mittwoch hatte Janica Kostelic die Abfahrt ausgelassen, um sich für die restlichen drei Rennen zu schonen. So konnte Anja Pärson den Rückstand im Gesamt-Weltcup reduzieren, doch im Super-G schlug die Kroatin zurück und wurde Vierte. Da Pärson durch einen Konzentrationsfehler schon nach wenigen Toren ausschied, ist Kostelic der Sieg nun nicht mehr zu nehmen. Sie hat bei zwei noch ausstehenden Rennen 204 Punkte Vorsprung und ist damit nicht mehr einzuholen. Kostelic hat nunmehr nach 2001 und 2003 zum dritten Mal die große Kristallkugel für den Gesamt-Weltcup gewonnen.

Überraschung durch Hosp
Das Rennen am Donnerstag wurde allerdings zu einem Startnummern-Rennen. Nicole Hosp nutzte ihre frühe Startzeit und fuhr die beste Zeit heraus. In ihrem erst vierten Weltcup-Super-G der Karriere konnte die Österreicherin gleich über ihren ersten Sieg in dieser Disziplin jubeln. Michaela Dorfmeister stand schon vor dem Rennen als Siegerin im Super-G-Weltcup fest. Sie fuhr völlig ohne Druck, ging aber dennoch hochmotiviert an den Start und schaffte noch den zweiten Rang.

Ertl-Renz auf dem Podest
Überglücklich war die Deutsche Martina Ertl-Renz im Ziel. Im letzten Super-G-Rennen ihrer Karriere gelang der DSV-Fahrerin ein hervorragender Lauf, der mit dem dritten Rang belohnt wurde. Dies war zugleich der erste Podestplatz für die alpinen Damen des DSV und somit ein versöhnlicher Abschluss der Speed-Rennen im Weltcup in diesem Winter. Für Ertl-Renz stehen noch die beiden technischen Wettbewerbe sowie der Teamevent in Are an, bevor sie vom aktiven Skirennsport zurücktritt.

Haltmayr stürzt
Nicht so gut lief es für die zweite deutsche Starterin, Petra Haltmayr. Sie ging mit der Startnummer zwei in das Rennen und fuhr im oberen Teil eine gute Zeit. Dann jedoch blieb sie an einer Kante hängen und stürzte in die Fangzäune. Nach dem ersten Schock stand die Deutsche aber wieder auf und konnte auf Skiern ins Tal hinunter fahren.

Slalom am Freitag
Für die Damen geht es am Freitag mit dem Slalom in Are weiter. Dort hat Janica Kostelic am letzten Wochenende die kleine Kristallkugel für sich entschieden. Der erste Durchgang wird dann um 09.00 Uhr gestartet.