Mit einer dramatischen Entscheidung ist am Donnerstag der Super-G der Herren in Are (SWE) zu Ende gegangen. Bode Miller (01:27,78 Minuten) und Daron Rahlves (+0,34) feierten dabei einen US-Doppelsieg, während sich der Norweger Aksel Lund Svindal (+0,53) mit einem dritten Rang die kleine Kristallkugel im Super-G sicherte.

Sprung wird nach neun Fahrern abgetragen
Die sehr selektive Strecke in Are verlangte den Skirennläufern im letzten Super-G der Saison noch einmal alles ab. Kein Fahrer kam fehlerfrei durch und besonders beim Russi-Sprung hatten die ersten Fahrer große Probleme. Dort ging es teilweise sehr weit, was die Verantwortlichen der FIS dazu bewog, nach neun Läufern den Sprung abzutragen und deutlich zu entschärfen. Eine umstrittene Entscheidung, denn dadurch hatten die Skirennläufer nach Bode Miller, der direkt davor eine neue Bestzeit fuhr, doch Nachteile. Dazu machte den Athleten mit den hinteren Startnummern auch noch der Wind zu schaffen, sodass keiner von ihnen an die Zeit von Miller herankam.

Miller meldet sich zurück
Mit seinem Sieg im Super-G hat sich Bode Miller endgültig wieder im Weltcup zurückgemeldet. Er hatte nach Olympia, wo es für ihn nicht gut lief, die Rennen in Asien ausgelassen und sich dann wieder auf das Weltcup-Finale konzentriert. Dies scheint geholfen zu haben, denn schon am Mittwoch ließ Miller mit dem zweiten Rang in der Abfahrt aufhorchen. Im Super-G hatte auch der US-Amerikaner so seine Probleme, jedoch spielte er seine Klasse aus und war damit am Ende der Schnellste. Am nächsten heran kam sein Landsmann Daron Rahlves, der mit schweren Bedingungen zu kämpfen hatte und dennoch den zweiten Rang erreichte.

Svindal hauchdünn im Disziplinen-Weltcup vorne
Zum Ende des Rennens kam es dann zum Showdown der besten Super-G-Fahrer der Saison. Nachdem Daron Rahlves den zweiten Rang erreichte, Kjetil-Andre Aamodt und Hannes Reichelt nicht nach vorne fahren konnten, lief es auf einen Zweikampf zwischen Svindal und Maier hinaus. Der Norweger legte nach einer guten Fahrt mit dem dritten Rang vor. Maier musste kontern, doch dies gelang ihm nicht. Er landete auf Rang vier und hatte damit zehn Punkte auf Svindal verloren. Dies reichte dem Norweger, um sich mit zwei Zählern Vorsprung den Super-G-Weltcup zu sichern.

Kein Läufer fehlerfrei
Der Super-G am Donnerstag hatte für die Zuschauer alles zu bieten, was diese Disziplin ausmacht. Dadurch, dass es keinen Trainingslauf gibt, hatten alle Skirennläufer Probleme mit der Strecke und mussten teilweise große Rückstände hinnehmen. So waren Fritz Strobl und Michael Walchhofer über drei Sekunden hinter der Bestzeit. Gesamt-Weltcupsieger Benjamin Raich schied gar aus.

Letztes Rennen für Kjus
In Are ging am Donnerstag eine große Karriere zu Ende. Der Norweger Lasse Kjus konnte sich in diesem Winter nur im Super-G für das Weltcup-Finale qualifizieren und fuhr das letzte Weltcup-Rennen seiner Karriere. Auch er hatte große Probleme mit dem Kurs und musste sich mit dem 13. Rang zufrieden geben.

Techniker übernehmen das Ruder
Nach den beiden Speed-Entscheidungen der Vortage kommen am Freitag und Samstag die Techniker zum Zuge. Auch dort geht es sowohl im Riesenslalom als auch im Slalom noch um den Sieg in der Disziplinenwertung. Den Anfang machen am 17. März die Riesenslalomfahrer.