Bei strahlend blauem Himmel und besten äußeren Bedingungen konnte der FIS Skicross-Weltcup in der Sierra Nevada (SPA)abgewickelt werden. Mit zwei Rennen wurde dabei die Weltcup-Saison 2005/2006 beendet. Dabei konnten sich Ophelie David (FRA) und Tomas Kraus (CZE) als neue Gesamt-Weltcupsieger feiern lassen.

Anspruchsvoller Kurs
Ein technisch anspruchsvoller Parcours begeisterte nicht nur die Läufer, sondern auch die Zuschauer kamen bei den spannenden Überholmanövern und spektakulären Sprüngen voll auf ihre Kosten.

Kraus gewinnt erstes Rennen
Bereits am Samstag fand das erste Rennen der Doppelveranstaltung in der Sierra Nevada statt. Dort setzte sich bei den Herren einmal mehr der Tscheche Tomas Kraus durch. Hinter ihm konnte Roman Hofer seine Topform mit einem zweiten Platz bestätigen und sich zu dem Zeitpunkt auch auf Platz zwei der Gesamtwertung schieben. Hofer dominierte alle seine Vorläufe klar und konnte ungehindert ins Finale einziehen. Dort wartete kein geringerer als der
Skicross-Weltmeister Tomas Kraus, dessen Landsmann Stanley Hayer und der Franzose Ted Piccard. Roman Hofer konnte sich nach einem gelungenen Start an die dritte Stelle hinter den beiden Führenden Kraus und Hayer setzen. Mit einem spektakulären Überholmanöver konnte er Hayer noch abfangen und belegte den zweiten Platz hinter Kraus.

Hofer schlägt zurück
Das zweite Rennen am Sonntag wurde zur Triumphfahrt von Roman Hofer. Er gewann in eindrucksvoller Manier und sicherte sich so den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Im Finale kam es wieder zu einem spannenden Rennen
zwischen Hofer, den beiden Tschechen Kraus und Hayer sowie dem Schweden Jesper Brugge. Hofer war an diesem Tag nicht zu schlagen und feierte einen klaren Start-Ziel-Sieg vor Kraus, Hayer und Brugge. Das kleine Finale konnte Isidor Grüner für sich entscheiden, der damit auf den achten Platz in der Gesamtwertung kam. Überragender Sieger der Gesamtwertung wurde allerdings Tomas Kraus, der drei von fünf Rennen gewann und seinen Titel aus dem Vorjahr souverän verteidigte.

Kurioser Sturz im Halbfinale der Damen
In der Damen-Konkurrenz kam es zum erwarteten Zweikampf um den Sieg in der Gesamtwertung zwischen Karin Huttary (AUT) und Ophelie David (FRA). Dabei kam es am Samstag im Halbfinale zu einer kuriosen Situation. Die favorisierten Läuferinnen Karin Huttary, Jenny Owens (AUS) und Angela Senftinger (GER) kamen allesamt zu Sturz, wobei Noriko Fukushima aus Japan die lachende Vierte war und ins Finale einzog. Huttary erkannte die Situation am schnellsten, zog ihre Skier wieder an und konnte sich unter Einsatz all ihrer Kräfte als Zweite ins Ziel retten. Das Finale dominierte dann Ophelie David mit einem Start-Ziel-Sieg klar. Den zweiten Rang sicherte sich die Französin Meryl Boulangeat vor Karin Huttary und der Japanerin Fukushima.

David gewinnt Gesamtwertung
Der spannende Zweikampf zwischen Huttary und David wurde dann im letzten Rennen dieser Saison entschieden. Beide Topfahrerinnen qualifizierten sich für das Finale. Daneben waren noch die Schwedin Magdalena Iljans und die Australierin Jenny Owens am Start. David kam als Führende in den ersten Sprung, stürzte aber nach einem harten Zweikampf mit Magdalena Iljans. Huttary setzte sich an die zweite Position und verteidigte diese bis ins Ziel. Ophelie David sicherte sich mit dem dritten Platz den FIS Skicross-Gesamtweltcup vor Karin Huttary und Magdalena Iljans.

Erfolgreiche Deutsche
In der Sierra Nevada waren drei deutsche Skicrosserinnen am Start. Dabei konnte am Samstag Angela Senftinger überzeugen und den fünften Rang erreichen, wobei sie wie oben erwähnt in den Sturz verwickelt war und um eine bessere Platzierung gebracht wurde. Julia Manhard war ebenfalls im kleinen Finale und schaffte es auf den sechsten Rang. Sarah Reisinger verpasste als 17. knapp das Finale. Am Sonntag erreichte Julia Manhard erneut das Halbfinale und kam in der Endabrechnung auf den siebten Platz. Auch Sarah Reisinger konnte sich für das Finale der besten 16 qualifizieren und wurde 14., während Senftinger nicht am Start war. Durch ihre konstanten Leistungen während der Saison belegte Julia Manhard einen hervorragenden achten Rang im Gesamt-Weltcup. Ein toller Erfolg für die frisch gebackene Junioren-Weltmeisterin.