Anja Pärson hat den zweiten Slalom im finnischen Levi für sich entscheiden können. In 1:38.86 Minuten war die Schwedin 29 Hundertstel schneller als Janica Kostelic, die sich mit ihrem zweiten Platz den Sieg im Slalom-Weltcup vorzeitig sicherte. Dritte wurde Nicole Hosp. Fanny Chmelar kam als beste Deutsche auf den zwölften Rang.

Pärson und Kostelic fahren in eigener Liga
Bereits nach dem ersten Durchgang hatte sich ein Duell um den Sieg abgezeichnet. Anja Pärson setzte vor allem im schwierigen Steilhang im ersten Lauf die Maßstäbe und legte die beste Zeit vor. Dieser konnte nur Janica Kostelic annähernd folgen - sie blieb zwei Zehntel zurück. Das restliche Feld konnte dagegen die Hoffnung auf den Spitzenplatz bereits früh aufgeben. Mit knapp neun Zehnteln Rückstand belegte Kathrin Zettel Rang drei.

Schild nur Neunte in Durchgang eins
Dahinter allerdings bahnte sich ein spannendes Finale um den letzten Podestplatz an. Mit Chiara Costazza und Sarka Zahrobska hatten sich zwei junge Fahrerinnen weit nach vorne geschoben. Dahinter kamen erst die stärker eingeschätzten Nicole Hosp, Michaela Kirchgasser, Marlies Schild und Tanja Poutiainen. Die schnellste Zeit im oberen Flachstück brachte US-Fahrerin Lindsey Kildow im ersten Durchgang auf einen sehr guten achten Platz.

Hosp mit Laufbestzeit aufs Podium
Auch im zweiten Durchgang stellte der Steilhang die entscheidende Hürde für die Technikerinnen im Weltcup dar. Am besten kam Nicole Hosp hier durch die Stangen und verbesserte sich damit noch auf Rang drei - auch weil Teamkollegin Kathrin Zettel nach Innenskifehler im Finale ausschied. Auch Marlies Schild steigerte sich deutlich und fuhr noch auf den vierten Rang vor. Dennoch konnte sie ihre ohnehin nur noch theoretischen Chancen auf den Gewinn des Slalom-Weltcups nach ihrem gestrigen Ausfall nicht mehr wahrnehmen.

Kostelic souverän - Pärson mit mehr Biss
Nach ihrem Sieg vom Vortag schien Janica Kostelic im Steilhang nicht mehr das letzte Risiko eingehen zu wollen und unterbot dennoch die bis dahin gültige Bestzeit von Hosp klar. Schon zu diesem Zeitpunkt stand sie als Slalom-Champion fest. Nach ihr konnte Anja Pärson noch einmal eine Zehntelsekunde zu ihrem Vorsprung hinzufügen und siegte verdient. Auch in der Gesamtwertung scheint die Kroatin kaum noch einzuholen zu sein. Vier Rennen vor Schluss hat sie nun 1720 Zähler - das sind 254 mehr als ihre einzige Konkurrentin Pärson. Nur mehrere Ausfälle in Are könnten Kostelic jetzt noch stoppen.

Chmelar überzeugende Zwölfte
Drei DSV-Damen erreichten in Levi das Finale. Die positive Überraschung aus deutscher Sicht war der sehr gute 13. Platz von Fanny Chmelar im ersten Lauf. Mit einem beherzten Auftritt im Finale steigerte sie sich sogar noch um einen Platz und wurde beste Deutsche. Nicht optimal verlief der zweite Lauf von Monika Bergmann-Schmuderer, die von Position 12 auf 14 zurückfiel. Dennoch zeigte sie sich am Wochenende in Levi klar verbessert. Pech hatte im Finale Annemarie Gerg, die beim Übergang ins Steilstück nach blendender Zwischenzeit ein Tor verpasste und ausschied.
Für Martina Ertl-Renz war nach einem Schlag und einem Ausheber das Rennen bereits im ersten Durchgang beendet. Auch Kathrin Hölzl lag nach der Zwischenzeit im ersten Lauf auf Finalkurs, ehe sie vorzeitig ausschied.

Zum Abschluss der Saison fahren auch die Damen ins schwedische Are, wo vom kommenden Mittwoch, den 15. März an die Weltcup-Finals anstehen.