Der zweite Slalom der Herren in Shigakogen (JPN) endete mit einem Sieg der zeitgleichen Kalle Palander (FIN) und Reinfried Herbst (AUT). Beide benötigten 01:40.60 Minuten für die beiden Durchgänge und teilten sich somit den Sieg. Dritter wurde mit 0,33 Sekunden Rückstand Thomas Grandi (CAN). Wie erwartet holte sich Benjamin Raich (AUT) in Shigakogen den Gesamt-Weltcup.

Raich holt Gesamt-Weltcup
Es war exakt um 04.26 Uhr CET, als Benjamin Raich der Gesamt-Weltcup nicht mehr zu nehmen war. Sein einziger Kontrahent Aksel Lund Svindal (NOR) hätte alle noch ausstehenden fünf Rennen gewinnen müssen, doch zu diesem Zeitpunkt wurde er im Finale in Shigakogen vom Japaner Kentaro Minagawa vom ersten Platz verdrängt. Damit hatte Raich die große Kristallkugel zum ersten Mal in seiner Karriere gewonnen. Er ist der vierte Österreicher nach Karl Schranz, Hermann Maier und Stephan Eberharter, dem dieses Kunststück gelang. Raich wurde am Samstag Vierter, doch das geriet angesichts dieses Triumphes zur Nebensache.

Herbst mit Debüt
Nach den ersten Durchgang noch lag Reinfried Herbst auf dem fünften Rang, doch mit einem Traumlauf schob sich der Österreicher nach vorne. Mit diesem geteilten Sieg durfte sich Herbst über seinen ersten Weltcup-Sieg der Karriere freuen. Und auch Palander hatte Grund zum Jubeln. Wie schon 2003 konnte der Finne in Shigakogen triumphieren. Palander lag nach dem ersten Durchgang in Front und hielt dem Druck dann im Finale stand.

Palander rückt näher
Großer Verlierer des Wochenendes war der Italiener Giorgio Rocca. War er noch mit fünf Slalomsiegen in die Saison gestartet, schwächelt er in den letzten Wochen. Auch am Samstag reichte es nur zum achten Rang. Damit muss Rocca weiterhin um den Disziplinen-Weltcup zittern. Kalle Palander ist nach seinem Sieg bis auf 52 Zähler an den Italiener herangekommen und könnte ihn beim letzten Slalom der Saison in Are tatsächlich noch abfangen.

Neureuther mit starkem Finale
Auch beim zweiten Slalom in Shigakogen waren mit Alois Vogl und Felix Neureuther zwei DSV-Fahrer mit von der Partie. Beide erreichten das Finale, wobei gerade Neureuther im ersten Durchgang im oberen Teil eine bessere Platzierung verspielte. Im Finale zeigte er eine beherzte Fahrt und kam noch vom 26. auf den elften Rang vor. Alois Vogl ging durch eine leichte Rückenverletzung gehandicapt ins Rennen. Nach dem ersten Durchgang noch 13., schied er im Finale aus. Beide qualifizierten sich sicher für das Weltcup-Finale in Are (SWE).

Weltcup-Finals in Are stehen an
Für die Herren geht es ohne große Pause gleich weiter im alpinen Ski-Weltcup. Die Skistars steigen direkt in den Flieger nach Are, wo am Mittwoch bereits der erste Event beim Weltcup-Finale auf dem Programm steht. Dann ist die Abfahrt dort geplant. In den folgenden Tagen sind noch die weiteren Abschlussrennen der einzelnen Disziplinen zu absolvieren, bevor die Weltcup-Saison mit dem Teamevent am 19. März zu Ende geht.