Wenige Wochen nach den Olympischen Winterspielen haben auch die Behindertensportler ihren Saisonhöhepunkt. Dabei geht es auch für die Alpinen wieder um Gold, Silber und Bronze. Die neunte Ausgabe der Paralympics wird 535 Sportler aus 35 Nationen sehen. Die Wettkämpfe laufen vom 10. bis 19. März 2006, alle alpinen Entscheidungen werden dabei in Sestriere ausgetragen.

Fünf Sportarten im Programm
In diesem jahr wird zum ersten mal im Rollstuhl-Curling um Edelmetall gekämpft. Die kassischen paralympischen Sportarten Ski Alpin, Skilanglauf, Biathlon und Sledge-Eishockey sind dagegen wie gewohnt im Programm. Dabei sind auch 35 Sportler aus Deutschland, die sich einige Erfolge ausrechnen können. Gerade im alpinen Bereich umfasst das DSV-Team einige Medaillenaspiranten. Als erster ist dabei sicher Gerd Schönfelder zu nennen, der bereits vier Goldmedaillen gewinnen konnte.

Mehrere Klassen pro Disziplin
Auch bei den Behindertensportlern werden die Disziplinen Slalom, Riesenslalom, Super-G und Abfahrt ausgetragen, allerdings in drei verschiedenen Klassen. Diese sind Sehbehindert, Stehend und Sitzend. Je nach dem Grad der Behinderung eines Athleten wird die gefahrene Zeit mit einem Multiplikator modifiziert, dies macht die Leistungen vergleichbar.

Das DSV-Team im Überblick:
Neben Gerd Schönfelder sind die folgenden Athleten in Sestriere mit dabei: Martin Braxenthaler, Gerd Gradwohl, Christian Junghanns, Theresa Kempfle, Kevin Lindner, Reinhild Möller, Thomas Nolte, Frank Pfortmüller, Andrea Rothfuß, Christiane Singhammer und Simon Voit. Große Hoffnungen auf eine Medaille machen sich dabei insbesondere Martin Braxenthaler und Andrea Rothfuß. Braxenthaler ist auch der Fahnenträger der deutschen Mannschaft.