Carolin Fernsebner hat zum Abschluss der Junioren-Weltmeisterschaft in Quebec City (CAN) die erste Medaille für den Deutschen Skiverband gewonnen. Im Riesenslalom belegte die 19-Jährige hinter der überlegenen Siegerin Tina Weirather (LIE) den zweiten Rang.

16-Jährige aus Liechenstein triumphiert
Gegen die erst 16-jährige Tina Weirather aus Liechtenstein hatte am Dienstag keine Fahrerin eine Chance. Mit über einer Sekunde Vorsprung holte sich die Tochter von Hanni Wenzel, 1980 Olympiasiegerin im Riesenslalom, und Harti Weirather, 1982 Abfahrts-Weltmeister, den Sieg. Direkt dahinter kam Fernsebner, die Anfang Februar in Ofterschwang als 26. ihre ersten Weltcup-Punkte einfuhr, auf den Silberrang. Bronze ging an die Österreicherin Eva-Maria Brem. Aus deutscher Sicht überzeugten auch Viktoria Rebensburg als Sechste und Veronika Staber auf Rang 17.

Anna Fenninger mit zweimal Gold
Der Kombinationstitel bei den Juniorinnen ging an Anna Fenninger, die mit insgesamt zweimal Gold und einmal Silber die erfolgreichste Fahrerin der WM war. Neben dem Kombi-Titel holte sich die erst 16-jährige Österreicherin auch den Sieg im Super-G einige Tage zuvor.

Favoritensieg für Pietilae-Holmner
Die frisch von den Olympischen Spielen gekommene Maria Pietilae-Holmner war im Slalom erwartungsgemäß die Beste. Die Schwedin belegte bei Olympia den zehnten Platz im Riesenslalom und verwies in Quebec City die Österreicherin Kathrin Triendl auf den zweiten Rang. Gute Achte im Slalom wurde Christina Ammerer aus Deutschland.



Zweite Medaille für Guay
Im Riesenslalom der Junioren konnte der Kanadier Stefan Guay den Sieg davontragen und damit seine zweite Medaille bei der diesjährigen Junioren-Weltmeisterschaft erringen. Silber ging an Petteri Kantola (FIN) vor Carlo Janka (SUI). Hier war Florian Bub als 32. bester Deutscher.

Norweger triumphiert im Slalom
Mikkel Björge aus Norwegen heißt der neue Junioren-Weltmeister im Slalom. Er war um 16 Hundertstel schneller als der Österreicher Romed Baumann, der seinerseits aber die Kombination bestehend aus Abfahrt, Riesenslalom und Slalom gewinnen konnte. Baumann gewann wie auch seine Landsfrau Fenninger drei Medaillen und war bei den Junioren der erfolgreichste Athlet. Hannes Wagner sorgte in dieser Disziplin mit Rang 16 für die beste Platzierung der männlichen DSV-Junioren bei der WM.

Österreich beste Nation
Bei der Junioren-WM steht am Mittwoch noch der Teamwettbewerb auf dem Programm. In der Nationenwertung nach den Einzeldisziplinen belegt Österreich den ersten Platz. Insgesamt viermal Gold, viermal Silber und zweimal Bronze konnte der ÖSV-Nachwuchs holen. Die Schweiz kommt mit immerhin fünf gewonnenen Medaillen auf den zweiten Rang. Die DSV-Junioren konnten sich lediglich über das Edelmetall von Fernsebner freuen.