Drei Rennen standen im norwegischen Hafjell für die Weltcup-Fahrerinnen auf dem Programm. Dabei stand der Kampf um den Gesamt-Weltcup im Vordergrund, wie auch die Entscheidung um den Super-G Weltcup. Im Riesenslalom wurde die Entscheidung dagegen vertagt.

Eine Hundertstel zurück - Podestplatz verfehlt
Das gab es noch nie in einem Super-G: Gleich drei Fahrerinnen konnten am Ende über den Sieg jubeln: Michaela Dorfmeister, Nadia Styger und Lindsey Kildow schafften das Kunststück, zeitgleich über die Ziellinie zu fahren. Mit einer Hundertstel Rückstand blieb Kelly Vanderbeek nur der äußerst undankbare vierte Platz. Eine Rolle, die sie schon bei den Winterspielen hatte einnehmen müssen. Für Dorfmeister bedeutete der Sieg zugleich den Gewinn des Super-G Weltcups, nachdem sie sich den Abfahrts-Weltcup schon vor den Winterspielen gesichert hatte.

Gewohntes Bild auch bei neuer Super-Kombi
Die Super-Kombination wurde erstmals in der Variante Super-G und Slalom ausgetragen. Doch auch in dieser Wettkampfform blieb Janica Kostelic das Maß der Dinge und ließ sich den Sieg auch nicht von Anja Pärson nehmen, die damit ihre Chance verpasste, in allen Weltcup-Disziplinen in dieser Saison Rennen zu gewinnen. Auch festigte die Kroatin durch den Sieg ihren Vorsprung im Gesamtweltcup. Auf Rang drei fuhr die Österreicherin Marlies Schild.

Riesenslalom Entscheidung vertagt
Der abschließende Riesenslalom sollte dann eine weitere Chance für Pärson bieten, Punkte auf Kostelic gutzumachen und zugleich den Riesenslalom-Weltcup für sich zu entscheiden. Das gelang ihr allerdings nicht, am Ende war es Maria-Jose Rienda-Contreras aus Spanien, die sich dank eines tollen Finallaufs über den Sieg freute. Dahinter schob sich Nicole Hosp auf Rang zwei. Tanja Poutiainen meldete sich nach dem Gewinn der Silbermedaille in Turin auch im Weltcup zurück und wurde Dritte. Mit ihrem Sieg hat sich die Spanierin eine Chance bewahrt, der Schwedin Pärson die kleine Kristallkugel noch streitig zu machen. Sie geht allerdings mit 45 Zählern Rückstand in das letzte Rennen in Are - und dort hat Pärson Heimvorteil. Im Gesamtweltcup führt Kostelic weiter komfortabel mit 254 Punkten Vorsprung.

Kein 'Stockerl' für den DSV
Aus deutscher Sicht gab es einige ordentliche Platzierungen durch Martina Ertl-Renz und Petra Haltmayr zu notieren. Ganz nach vorne kamen die DSV-Läuferinnen aber auch in Norwegen nicht und warten so weiter auf einen Platz auf dem Siegerpodest in diesem Winter. Positiv waren aber der 16. Platz von Fanny Chmelar in der Kombination, wie auch Platz 25 für Kathrin Hölzl im Riesenslalom zu bewerten. Annemarie Gerg holte sich mit Rang 29 im Riesenslalom immerhin zwei Weltcup-Punkte ab. Ihre Stunde könnte bei den zwei ausstehenden Slaloms im finnischen Levi schlagen. Dort stehen für die Damen am 10. und 11. März 2006 die nächsten Rennen an.