Bei der Junioren Ski-Weltmeisterschaft fahren vom 2. bis 8. März die talentiertesten Skirennläufer um Gold, Silber und Bronze. Die Speedwettbewerbe wurden im kanadischen Quebec City bereits ausgetragen. Die Sieger der Wettbewerbe haben sich neben dem Gold auch noch einen Startplatz bei den Weltcup-Finals in Are (SWE) gesichert.

Herren: Abfahrtsgold für Beckmann
Der beste Abfahrer auf der Piste Charlevoix war ein Amerikaner. US-Racer Christopher Beckmann sicherte sich in 1:27.26 Minuten doch recht klar den Titel vor dem Österreicher Romed Baumann, dem 29 Hundertstel auf die Bestzeit fehlten. Weitere vier Hundertstel dahinter kam der Kanadier Stefan Guay ins Ziel und holte damit auch die erste Medaille für das Gastgeberland. Kanadier und Österreicher stellten die stärkste Fraktion, beide Länder brachten drei Fahrer unter die besten 15.

Sablatnik Schnellster im Super-G
Im Super-G konnten dann die Österreicher den ersten Titel gewinnen. Michael Sablatnik setzte sich in einem äußerst engen Rennen in einer Zeit von 1:11.81 Minuten durch und war damit gerade einmal vier Hundertstel schneller als Gasper Markic aus Slowenien. Als bester Amerikaner kam Andrew Weibrecht auf den Bronzerang und war damit auch schneller als Landsmann Beckmann, der hier Fünfter wurde. Als vielversprechendes Speed-Talent präsentierte sich auch der Schweizer Beat Feuz, der als zweimal als Vierter die Medaillen nur knapp verpasste.

Nur Bub kommt zweimal durch
Für den DSV gab es dagegen keine Erfolgsmeldung aus Kanada. Florian Bub war bester deutscher Speed-Fahrer, konnte aber als 38. in der Abfahrt und als 18. im Super-G nicht um die Medaillen mitfahren. Hannes Wagner und Thomas Fischer schieden in der Abfahrt aus, im Super-G belegten sie die Plätze 22 und 53.

Fenninger dominiert Damen-Konkurrenzen
Bei den Damen holte sich die Schweizerin Marianne Abderhalden das Abfahrtsgold. In 1:13.51 Minuten war sie eine Zehntelsekunde schneller als die Österreicherin Anna Fenninger, die sich Silber sicherte. Der Sieg war für das schweizerische Talent vor allem deshalb überraschend, da sie noch beim zweiten Training der Damen gestürzt war. bei eisigen Temperaturen gewann Aurelie Revillet Bronze für Frankreich, nachdem sie mit einem groben Patzer eine noch bessere Platzierung vergeben hatte.

Italien mit vielversprechenden Speed-Nachwuchs
Im Super-G aber setzte sich dann Fenninger durch und holte damit bereits ihre zweite Medaille, sowie ihr Ticket für den Super-G beim Weltcup-Finale in Are. Ihre Zeit von 1:10.96 war unangefochten, auch die beiden weiteren Medaillengewinnerinnen aus Italien, Camilla Borsotti und Hilary Longhini kamen mit einer knappen Sekunde Rückstand ins Ziel. Die junge Österreicherin freute sich umso mehr, als sie ihre beste Chance eigentlich im Riesenslalom sieht, der noch ausgetragen wird.

Drei Deutsche im Ziel
Auch der weibliche Nachwuchs des DSV konnte nicht vorne mitmischen. Nur Viktoria Rebensburg konnte mit Platz 14 im Super-G einmal unter die Top-15 fahren. Dort erreichte auch Carolin Fernsebner als 45. das Ziel, während Gina Stechert und Monika Springl ausfielen. Springl war zuvor in der Abfahrt als 20. beste Deutsche gewesen, dort ereilte Rebensburg und erneut Stechert das vorzeitige Aus.