Davide Simoncelli und Massimiliano Blardone haben beim ersten Riesenslalom der Herren in Yongpyong (KOR) für einen italienischen Doppelsieg gesorgt. Simoncelli benötigte insgesamt 02:13.63 Minuten und war damit nach zwei Läufen 0,08 Sekunden schneller als sein Landsmann Blardone. Dritter wurde der Norweger Aksel Lund Svindal (+0,20).

Schwerer Hang in Korea
Der Weltcup macht an diesem Wochenende in Korea Station und beim ersten Riesenslalom empfang die alpinen Skirennläufer bestes Wetter. Blauer Himmel und eine perfekte Piste warteten auf die Athleten. Der Hang in Yongpyong hatte allerdings auch seine Tücken und viele Übergänge waren zu meistern. Zudem machten starke Windböen den Fahrern teilweise zu schaffen.

Mit Laufbestzeit zum Sieg
Alle Tücken und auch die Windböen konnten die beiden Italiener Simoncelli und Blardone nicht stoppen. Beide lagen nach dem ersten Durchgang auf den Plätzen zwei und drei und fuhren im Finale exakt die gleiche Zeit, was gleichzeitig auch Laufbestzeit bedeutete. Damit sicherte sich Simoncelli seinen zweiten Weltcup-Sieg, während Blardone seinerseits die Führung im Riesenslalom-Weltcup übernahm.

Starke Skandinavier
Gute Leistungen zeigten auch Aksel Lund Svindal (NOR) und Fredrik Nyberg (SWE). Svindal lag nach dem ersten Durchgang gar in Front und durfte vom Sieg träumen, doch auch der dritte Rang im Endklassement war für den Allrounder ein Top-Resultat. Der erfahrene Nyberg wahrte mit dem vierten Platz seine Chance auf den Sieg im Riesenslalom-Weltcup. Dort liegt er nun auf dem dritten Rang.

Raich verhindert Pleite für den ÖSV
Nicht nach Wunsch verlief das Rennen für den ÖSV. Nur Benjamin Raich als Fünfter und Stephan Görgl auf dem siebten Rang konnten überzeugen. Alle anderen ÖSV-Starter wie Hermann Maier oder Michael Walchhofer landeten weit abgeschlagen im hinteren Klassement. Raich konnte dabei allerdings seine Führung im Gesamt-Weltcup weiter ausbauen und ist kaum noch von seinen Verfolgern einzuholen. Bode Miller (USA) verzichtet ja bekanntlich auf die Rennen in Asien und hat damit keine Chance mehr auf die große Kristallkugel.

Neureuther 21.
Aus Deutschland war mit Felix Neureuther ein Athlet am Start. Im ersten Durchgang zeigte der 21-Jährige gerade oben eine gute Fahrt und konnte sich als 28. erstmals in dieser Saison im Riesenslalom für das Finale qualifizieren. Dort fuhr er wiederum ein beherztes Rennen und konnte sich noch auf den 21. Rang verbessern. Dies war zugleich das beste Riesenslalom-Ergebnis für Neureuther in seiner Karriere.