Am Samstag, 25. Februar 2006, fällt auf dem Hang in Sestriere die letzte alpine Entscheidung bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin (ITA). Beim Slalom der Herren gibt es einige aussichtsreiche Kandidaten. So gehören Benjamin Raich und Girogio Rocca zu den Top-Favoriten.

Giorgio Rocca unter Druck
Für Giorgio Rocca wird es am Samstag ernst, wenn es um 15.00 Uhr mit dem ersten Durchgang losgeht. Die Tifosi werden den Italiener lautstark und bedingungslos den Hang runter schreien. Allerdings verlangen sie von ihrem hoffnungsvollsten Medaillenkandidaten auch einen Podestplatz, sodass der Druck für den fünfachen Sieger dieser Saison sicherlich enorm sein wird. Dagegen kann Benni Raich locker ins Renen gehen. Denn der Österreicher hat mit dem Sieg im Riesenslalom schon eine Goldmedaille gewinnen können.

Ligety könnte alle in den Schatten stellen
Noch keinen Weltcupsieg aber schon einen Olympiasieg auf seinem Konto hat Ted Ligety. Der amerikanische Überflieger riskierte im kombinationsslalom alles und sicherte sich so den Sieg. Der 21-Jährige wird am Samstag wieder alles auf eine Karte setzen und voll attackieren. Sollte der Sunnyboy seinen zweiten Olympiasieg schaffen, würde er alle anderen in den Schatten stellen.

Alois Vogl deutsche Medaillen-Hoffnung
Die olympische Generalprobe gewann Kalle Palander beim Nachtslalom in Schladming (AUT). Er könnte morgen für die erste Goldmedaille der Finnen in Turin sorgen. Aus deutscher Sicht könnte Alois Vogl für einen Platz auf dem Podest sorgen. Dass er zu den besten Slalomfahrern gehört, bewies sein dritter Platz in Wengen (SUI). Felix Neureuther muss nach seinem Ausfall im Riesenslalom seine Nominierung mit einer guten Platzierung im Slalom rechtfertigen.


Überraschung durch Titelverteidiger
Vor vier Jahren gab es in Salt Lake City (USA) einen französischen Doppelsieg. Jean-Pierre Vidal gewann den Slalom vor Sebastien Amiez. Dritter wurde Benni Raich. Dass mit Vidal vier Jahre nach seinem größten Triumph wieder zu rechnen ist, hat sein Sieg in Kitzbühel (AUT) gezeigt. Acuh ein zweiter Franzose machte mit guten und risikofreudigen Läufen auf sich aufmerksam: Jean-Baptiste Grange. Wer weiß vielleicht gibt es in Turin wieder einen französischen Doppelsieg. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass ein Franzose alle anderen in Sestriere stehen lässt.