Michaela Dorfmeister hat bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin (ITA) ihre zweite Goldmedaille gewonnen. Die Österreicherin gewann in 1:32.47 Minuten den Super-G. Auf dem Silberrang landete Janica Kostelic mit 27 Hundertsteln Rückstand. Dritte wurde Alexandra Meissnitzer (1:33.06 Min.).

Michaela Dorfmeister dominert den Speed-Bereich
Es war ein seltsames Bild im Zielraum. Michaela Dorfmeister wurde mit der Bestzeit gestoppt, aber die Österreicherin zeigte keine Regung. Erst Janica Kostelic machte sie darauf aufmerksam, dass sie erneut die Goldmedaille gewonnen hatte. Danach brach der Jubel bei der ÖSV-Athletin aus. Sie riss die Arme in die Höhe und freute sich über ihren zweiten Olympiasieg. Damit ist sie die Königin der Speed-Wettbewerbe von San Sicario, da sie auch in der Abfahrt ganz oben auf dem Podes gerast war.

Kostelic profitiert von Wetterchaos
Bei gutem Wetter konnten der Super-G nach dem Wetterchaos vom Wochenende am Montag, 20. Februar, ausgetragen werden. Wäre die Abfahrt regulär durchgeführt worden, wäre Janica Kostelic gar nicht an den Start gegangen. Nach ihrer vierten Olympia-Goldmedaille am Samstag war bei der Kroatin erneut das Fieber ausgebrochen. Aufgrund der Verschiebung um einen Tag konnte Kostelic wieder zu Kräften kommen und am Rennen teilnehmen. Lange hatte es so ausgesehen, als ob es für die höheren Startnummern keine Chance mehr auf die Bestzeit geben würde. Janica Kostelic belehrte aber alle eines Besseren und ging in Führung.

Meissnitzer auf dem Bronze-Rang
Nach Kostelic kamen mit Pärson, Kildow, Styger, Dorfmeister und Meissnitzer aber noch weitere Sieganwärter. Die Schwedin Pärson, die im Super-G endlich ihren ersten Olympiasieg einfahren wollte, gab es mit Platz zwölf eine herbe Enttäuschung. Noch schlimmer kam es für Nadia Styger, die diese Saison schon ein Super-G-Rennen gewinnen konnte. Die Schweizerin hatte als 35. überhaupt keine Chance auf eine Medaille. Alexandra Meissnitzer konnte mit Startnummer 29 zwar die Bestzeit nicht verbessern, fuhr aber zunächst auf Rang zwei. Als 30. kam dann noch Michaela Dorfmeister, die einen fehlerfreien Lauf hinlegte und so ihren zweiten Olympiasieg einfuhr. Mit Meissnitzer stand neben Dorfmeister eine weitere ÖSV-Lady auf dem Treppchen.



Überraschungen in den Top Ten
Hinter dem Podium gab es eine Reihe von Überraschungen. Vierte wurde Kelly Vanderbeek. Fünfte wurde die Abfahrtsolympiasiegerin von 2002. Für Carole Montillet-Carles war es genauso wie für Vanderbeek das beste Resultat in diesem Winter. Martina Schild, die in der Abfahrt unerwartet Silber gewann, zeigte mit Platz sechs, dass das Ergebnis kein Zufall war.

Halmayr mit Platz neun zufrieden
Ebenfalls unter den ersten Zehn konnte sich Petra Haltmayr (SC Rettenberg) platzieren. Nach dem sechsten Platz in der Olympiaabfahrt war sie mit Platz neun erneut zufrieden. Die zweite DSV-Athletin, Martina Ertl-Renz vom SC Lenggries, wurde in ihrem letzten olympischen Super-G 16.