Der zweite Damenwettbewerb bei den Olympischen Spielen 2006 ist am Freitag, 17. Februar, die Kombination. Dabei müssen die Damen sogar den Ort wechseln, denn die Abfahrt wird in San Sicario ausgetragen und der Slalom in Sestriere.

Duell Kostelic - Pärson
Vor den Olympischen Spielen gab es für die Damen nur eine Super-Kombination. In St. Moritz kam es zum Duell der beiden Top-Stars. Janica Kostelic und Anja Pärson machten den Sieg unter sich aus. Gewinnen konnte in der Schweiz die Kostelic, die dabei von einem Fehler der Schwedin profitierte, die im Slalom ihre Führung noch vergab. Die Kroatin konnte aber bei der olympischen Abfahrt aus gesundheitlichen Gründen nicht starten, hofft aber, für die Kombination fit genug zu sein, um ihren Titel von den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City (USA) zu verteidigen.

Kildow auf dem Sprung
Anja Pärson hat in der Abfahrt bereits ihre erste Medaille sammeln können. Im ersten Speed-Wettbewerb sicherte sich die 24-Jährige Bronze. Neben Kostelic und Pärson gibt es einige Skirennläuferinnen, die auf das Podest fahren können. Bei der Super-Kombination in St. Moritz wurde etwas überraschend Lindsey Kildow Dritte. Die Amerikanerin, die sonst eher in den Speed-Disziplinen vorne ist, zeigte dabei vor allem im Slalom eine ansprechende Leistung. Sie konnte auch im Spezialslalom fünf Mal unter die ersten 15 fahren, und hat daher die Chance aufs Podest zu springen.

Kirchgasser Vierte ÖSV-Athletin
Auf der Rechnung muss man aber natürlich auch die Östereicherinnen haben. Neben den drei Fixstarterinnen Kathrin Zettel, Nicole Hosp und Marlies Schild entschied sich das Trainergespann für den Einsatz von Michaela Kirchgasser. Kirchgasser erhielt den Vorzug vor Elisabeth Görgl, da die Kombination im Slalom entschieden werde. Daher haben auch Zettel und Schild, die beide im Slalom zu Hasue sind, eine große Medaillenchance.



Julia Mancuso mit Medaillenchance
Nicht dabei im ÖSV-Team ist Renate Götschl. Die Steierin gewann in Salt Lake City Silber, ist im großen ÖSV-Kader aber nur noch in den Speed-Disziplinen am Start. Neben den Österreicherinnen ist aber auch eine zweite Amerikanerin für eine Medaille gut. Julia Mancuso wurde in der Abfahrt Siebte und erhofft sich für die Kombination etwas mehr.

Martina Ertl-Renz deutsche Hoffnung
Die deutschen Hoffnungen auf eine Medaille ruhen auf Martina Ertl-Renz. Vor vier Jahren gewann die DSV-Athletin in der Kombination die Bronzemedaille. Eine Wiederholung wäre ein schöner Abschluss für die 32-Jährige, die am Ende dieser Saison ihre Skier in den Keller stellt. Dafür müsste sich Ertl-Renz aber im Gegensatz zu den bisherigen Weltcup-Einsätzen steigern, aber die alpinen Rennen in Turin haben bereits gezeigt, dass Olympia eigene Gesetze hat. Zweite deutsche Starterin ist Monika Bergmann-Schmuderer. Der große Vorteil der Technikerin ist die Tatsache, dass es zwei Slalomläufe gibt.