Flumserberg war am Wochenende, 11./12. Februar 2006, erstmals Austragungsort der Snowpark Tour. Das tolle Wetter, der perfekt präparierte Park und das hohe Niveau der Teilnehmer machten den Tourstopp in Flumserberg zu einem vollen Erfolg. Die Sieger heissen: Robin Huber (Snowboard), Thomas Marc Kobel (Ski) und Andrea Gysi (Women).

Beste Bedingungen für Freestyle-Show
Die Bedingungen für eine grosse Freestyle-Show hätten besser nicht sein können. Bis Freitagnacht fielen in Flumserberg 30 Zentimeter Pulverschnee. Am Samstag lachte dann die Sonne, der Snowpark war schnell vom Neuschnee befreit und wartete mit perfekt präparierten Kickers und Rails auf die Teilnehmer der Snowpark Tour. Diese erschienen zahlreich, mit 62 Fahrerinnen und Fahrern und war der Contest komplett ausgebucht. Die jungen Snowboarder und New School Skier hatten am Samstag, dem Trainingstag, viel Zeit, um die Vorzüge und die Tücken des "The Real Park" kennen zu lernen, wie der neu konzipierte Snowpark von Flumserberg heisst. Professionelle Snowboarder der Firmen Atomic und Quiksilver begleiteten sie und gaben ihnen wertvolle Tipps. Die Fahrer waren vom Park begeistert und auch vom Veranstalter gab es gute Noten.

Nonstop Action
Am Sonntag, wiederum bei strahlendem Winterwetter, wurde es dann ernst. Da der Tourstopp voll ausgebucht war, wurde in zwei so genannten "Heats" gefahren. Jeweils 31 Fahrerinnen und Fahrer hatten den Park eine Stunde lang für sich zur Verfügung und konnten dabei so viele Runs zeigen, wie sie mochten. Da die Fahrer mehrere Runs machen konnten, war ein Sturz nicht so schlimm. Sie konnten Risiken eingehen und ihre besten Tricks zeigen. 720-Variationen, spektakuläre Backflips oder technisch anspruchsvolle 900ies wurden Schlag auf Schlag in den blauen Himmel gedreht. Dieses Wettkampf-Format wird "Jam-Session" genannt und ist nicht nur für die Fahrer, sondern auch für die Zuschauer attraktiv. Denn im Snowpark gibt es permanente Action ohne langwierige Wartezeiten zwischen den einzelnen Fahrern. Im Verlaufe des Tages wurden über 500 Zuschauer gezählt.



Die Besten fahren ans Finale
Am eindrücklichsten bewältigte der Snowboarder Robin Huber den Snowpark. Der gelernte Zimmermann aus Uster überzeugte mit blitzsauberen und hohen Backside 720ies und Backflips. "Ich bin einfach nur happy und freue mich riesig, nach Leogang fahren zu können", sagte er mit einem breiten Lachen im Gesicht. In Leogang (AUT) findet am 18. und 19. März das grosse Finale der Snowpark Tour statt, an dem die besten aller Tourstopps um den Titel "Most Impressive Rider" fahren. Neben Robin Huber haben auch die drei Nächstplatzierten einen Finalplatz ergattert: Colin Frei, Hannes Krättli und Thoma Franc. Diese vier Fahrer bilden am Finale das Team "Snowpark Flumserberg" und treten neben der Einzelwertung als Team gegen die Gewinnerteams der anderen Snowparks der Tour an.

Begehrte Startplätze an Top-Events
Neben den vier besten Snowboardern qualifizieren sich auch jeweils die zwei besten Skifahrer und Frauen fürs Finale. In Flumserberg waren dies bei den Skifahrern: Thomas Marc Kobel und Christian Tinner. Bei den Frauen (Ski und Snowboard zusammen) Andrea Gysi und Isabel Bolli. Für die Final-Sieger, die "Most Impressive Rider" der Snowpark Tour, stehen begehrte Startplätze an internationalen Top-Events bereit: Der beste Snowboarder qualifiziert sich für den TTR-Event Nescafé Champs Open 07 in Leysin. Der beste Skifahrer fährt zum Orage European Freeski Open 06 in Laax (23.-26. März 2006). Und das beste Snowboard-Girl wird zum Roxy Chicken Jam in St. Moritz eingeladen (7.-9. April 2006).

Noch zwei weitere Stopps in der Schweiz
Auch die Juniors (bis 14 Jahre) zeigten in Flumserberg gute Tricks. Sämi Ortlieb aus Schwanden überzeugte mit schwierigen Switch Railslides und sicheren Airs über die Kicker und siegte bei den Juniors Ski. Bei den Juniors Snowboard gewann Stefan Reichmuth aus Schwyz. Er zeigte Backflips und stilvolle 360ies sowie Boardslide-Variationen auf den Rails. Die beiden durften sich über eine gewonnene Saisonkarte des Skigebiets Flumserberg freuen. Flumserberg war nach St. Moritz (28./29. Januar) der zweite Schweizer Tourstopp der Snowpark Tour. Mit Adelboden (4./5. März) und Leysin (11./12. März) stehen noch zwei weitere Stopps auf Schweizer Schnee auf dem Programm, bevor es nach Leogang
(18./19.März) ans Finale geht.