Ted Ligety aus den USA ist ein Slalomfahrer auf dem Vormarsch. Er ist immer noch am Anfang seiner Karriere und wird noch so manchen Erfolg feiern können. Sein größter Triumph war bisher der Sieg bei der Kombination bei den Olympischen Spielen in Turin (ITA), als er sich überraschend die Goldmedaille sichern konnte.

Früh entdeckt von den Scouts
Ted Ligety wuchs in Park City auf, stand mit im Alter von zwei Jahren zum ersten Mal auf Skiern und begann mit 11 Jahren, Skirennen zu fahren. Schnell wurden die US-Trainer auf ihn aufmerksam und beobachteten das Talent eine Zeit, bevor sie ihn in das Development-Team holten. Dort nutzte Ligety seine Chance und bekam die Gelegenheit, bei größeren Rennen teilzunehmen.

Silbermedaille bei Junioren-WM
Erste Erfolge stellten sich schnell ein beim Slalomspezialisten. So gewann er den NorAm-Cup im Slalom 2002 und holte sich in der Saison auch noch die Silbermedaille bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Maribor. Auch im Weltcup schaffte er in Kranjska Gora zum ersten Mal den Sprung in die Punkte. Nach diesem erfolgreichen Jahr wurden die Erwartungen an Ligety höher.

Laufbestzeit in Kitzbühel
Doch dies konnte dem US-Amerikaner nichts anhaben. Er überzeugte weiter und fuhr gar vier Mal unter die ersten 15. Die beste Platzierung erreichte er beim Slalom in Kranjska Gora mit dem zehnten Rang. Aber besonders der Slalom in Kitzbühel blieb den Experten und Fans in Erinnerung, fuhr Ligety doch im Finale Laufbestzeit und schob sich noch auf den 12. Platz. Die Belohnung folgte auf dem Fuß: er wurde für die alpine Ski-WM in Bormio nominiert, wo er allerdings im Slalom hängen blieb, jedoch in der Kombination einen guten 12. Rang erreichte.

Stark in Sölden und Beaver Creek
Der Start in die Saison 2005/2006 begann ähnlich, wie die letzte aufgehört hatte. Ligety fuhr im Finale des Riesenslaloms beim Opener in Sölden Laufbestzeit - Platz acht war sein bislang bestes Resultat. Kurz darauf erreichte er sein erstes Podium beim Heim-Slalom in Beaver Creek.

Überraschung bei Olympia 2006
Im Weltcup schrammte Ligety teilweise nur um Zentimeter an seinem ersten Weltcup-Sieg im Slalom vorbei. In der olympischen Kombination fuhr der 21-Jährige erst eine gute Abfahrt und sicherte sich mit zwei angriffslustigen Slalomdurchgängen eine Medaille. Dass es die Goldene werden würde, damit hatte er wohl nicht gerechnet, aber der Ausfall des Top-Favoritens Raich ließ Ligety zum Olympiasieger werden. Wenige Tage später gewann er auch sein erstes Weltcup-Rennen beim Riesenslalom im südkoreanischen Yongpyong. Damit war er der Aufsteiger der Saison.

Erste Kugel 2008
Bis zu seinem zweiten Weltcup-Sieg dauerte es einige Zeit. Erst in Kranjska-Gora (SLO) stand Ligety wieder ganz oben auf dem Podium. Mit seinem zweiten Weltcup-Sieg übernahm der US-Amerikaner die Führung im Disziplinen-Weltcup. Eine Woche danach ließ Ligety seinen dritten Sieg folgen. Beim Weltcup-Finale in Bormio sicherte er sich so seine erste kleine Kristallkugel.

Steckbrief
Geboren: 31.08.1984 in Salt Lake City
Nation: USA
Heimatverein: Park City Ski Team
Größe: 177cm
Gewicht: 81kg
Hobbies: Tennis, Wasserski, Mountainbike

Erfolge:
Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel des Amerikaners. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination.

Olympische Spiele:
2006 in Turin (ITA): K (1), SL (DNF), GS (DSQ)

Weltmeisterschaft:
2007 in Are (SWE): GS (4), SL (DNF), K (DNF),
DH (DNF), SG (31)
2005 in Bormio (ITA): K (12), SL (DNF)

Weltcup:
1. Platz Riesenslalom-Weltcup 2008
4. Platz Slalom-Weltcup 2006

1. Platz Riesenslalom in Bormio (ITA) 2008
1. Platz Riesenslalom in Kranjska Gora (SLO) 2008
1. Platz Riesenslalom in Yongpyong (KOR) 2006
2. Platz Slalom in Adelboden (SUI) 2006
2. Platz Slalom in Alta Badia (ITA) 2006
3. Platz Slalom in Kranjska Gora (SLO) 2005
3. Platz Slalom Beaver Creek (USA) 2005