Der französische Speed-Spezialist Antoine Deneriaz fährt seit einigen Jahren in der Weltspitze. Er ist auf den Gleit-Strecken der Welt zu Hause und dort auch immer einer der Favoriten.

Super-Gleiter:
Der Franzose ist der Gleiter schlechthin im Weltcup. Kein Wunder, dass er seine besten Platzierungen im Weltcup dann auch auf den Pisten erreichte, auf denen die Gleiterqualitäten des Franzosen besonders zum Vorschein kommen können. Neben Gröden zählt auch die Abfahrt in Lillehammer dazu, auf der er seinen dritten Weltcup-Erfolg feiern konnte.

Reiner Abfahrts-Spezialist:
Deneriaz ist einer der wenigen Abfahrer, die sich fast komplett auf die Abfahrt spezialisieren. In keiner anderen Disziplin konnte er vordere Platzierungen erringen. Das beste Resultat außerhalb der Abfahrt war ein neunter Rang bei der Kombination in Wengen und ein weiterer neunter Platz in Kitzbühel, auch dort in der Kombination.

Lieblingsstrecke in Gröden:
Die absolute Lieblingsstrecke von Deneriaz ist die Saslong in Val Gardena/Gröden. 2002 und 2003 konnte er jeweils in überzeugender Manier die Abfahrt dort gewinnen. Bei beiden Siegen fuhr Deneriaz Streckenrekord. Seit 2003 steht dieser nun bei 01:52.99 Minuten. Gerade 2003 war sein Sieg ein ganz besonderer. Deneriaz selbst sagte nach dem Sieg: "Unglaublich, dass ich so weit vorne bin, aber ich war schon nach dem Training Favorit und dieser Sieg ist sicher mein bisher allergrößter."

Starker start, dann Saisonaus
Im Winter 2004/2005 startete der Franzose eindrucksvoll in die neue Saison. Gleich bei der ersten Abfahrt in Lake Louise belegte er einen grandiosen zweiten Rang, lediglich geschlagen von dem zu diesem Zeitpunkt alles überragenden Bode Miller. Doch dann riss zunächst seine Serie in Gröden, Deneriaz kam 'nur' auf dem neunten Rang, und wenig später stürzte er beim Abschlusstraining zur Abfahrt in Chamonix (FRA) schwer und musste die Saison vorzeitig beenden.

Olympia-Gold in Turin 2006
Nach seinem Kreuzbandriss fand Deneriaz schnell wieder den Anschluss an die Weltspitze. Ein Podestplatzierung gelang dem Franzosen im Winter 2005/2006 aber nicht. Bei den Olympischen Spielen in Turin deklassierte er aber die gesamte Konkurrenz und holte sich mit einem fehlerfreien Lauf die Goldmedaille.

Steckbrief:
Geboren: 06.03.1976
Nation: Frankreich
Größe: 189cm
Gewicht: 97kg
Heimatverein: Doua/SC Morillon
Hobbies: Motorradfahren, Kino, Musik
Web: www.antoine-deneriaz.com

Erfolge:
Das Weltcup-Debüt von Antoine Deneriaz erfolgte am 15.12.1996 bei der Abfahrt in Val d'Isere (FRA) - der Franzose wurde 34. Die ersten Weltcuppunkte erreichte Deneriaz dann im Dezember 1998, ebenfalls in Val d'Isere. Dort wurde er Vierter. Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination.

Olympische Spiele:
2002 in Salt Lake City (USA): DH (12), K (21)
2006 in Turin (ITA): DH (1)

Weltmeisterschaft:
2003 in St. Moritz (SUI): DH (8)
1999 in Vail/Beaver Creek (USA): DH (21)

Weltcup:
6. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Abfahrt 2003
7. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Abfahrt 2004
insgesamt drei Weltcupsiege