Der Deutsche Skiverband (DSV) schickt sechs alpine Athletinnen und Athleten nach Turin. Noch nie nahmen so wenige alpine Skirennläuferinnen und Skirennläufer aus Deutschland an Olympischen Spielen teil.

Team geschrumpft
In diesem Winter ist das Team des DSV arg gebeutelt. Schon vor der Saison traten mit Florian Eckert und Max Rauffer zwei gestandene Speedfahrer ab. Dann verletzte sich Hilde Gerg schwer und musste ebenso vom aktiven Skirennsport zurücktreten. Mit Maria Riesch fiel dann auch noch, schon für Olympia qualifiziert, die zweite große Medaillenhoffnung des DSV mit einem Kreuzbandriss für die ganze Saison aus. Und kurz vor Olympia verletzte sich die ebenfalls qualifizierte Anja Blieninger und fiel für sechs Wochen aus.

Vier Damen kämpfen um eine Medaille
Durch die Verletzungen und Rücktritte kämpfen nun noch vier Damen um Medaillen bei Olympia. Dabei hat Annemarie Gerg im Slalom vielleicht die größten Chancen. Sie schrammte bereits einige Male knapp am Podest vorbei. Martina Ertl-Renz und Monika Bergmann-Schmuderer suchen noch ihre Form und könnten für eine Überraschung sorgen. Petra Haltmayr ist in den Speed-Disziplinen die einzige Hoffnung des DSV und hat durchaus Außenseiterchancen.

Vogl mit Chance
Die deutschen Herren reisen mit einem Zwei-Mann-Team an. Neben Alois Vogl wurde auch Felix Neureuther nominiert und wird versuchen, für eine positive Überraschung zu sorgen. Alois Vogl holte in Wengen den bislang einzigen Podestplatz für den DSV und zeigte, dass er durchaus in Turin eine Medaille gewinnen kann.