Die Olympischen Spiele in Turin sind um eine Attraktion ärmer. Hubertus von Hohenlohe, der 47-jährige 'Skiprinz', darf nicht für Mexiko an den Start gehen. Für Hohenlohe wären es die fünften Spiele gewesen, doch das Mexikanische Olympische Komitee (COM) lehnte einen Einsatz des Skifahrers ab.

Qualifikation geschafft
Hohenlohe wäre der einzige Starter für Mexiko gewesen, doch das COM war nicht bereit, nur einen Athleten nach Turin zu entsenden. Die Qualifikationsnorm für Olympia hatte Hohenlohe erfüllt, denn er sammelte die dafür vorgesehenen 120 FIS-Punkte. Nun ist sein Traum von der letzten Teilnahme an Olympischen Spielen geplatzt. Zuvor nahm Hohenlohe an insgesamt zwölf Weltmeisterschaften teil, zuletzt 2005 in Bormio.

Seit 1981 für Mexiko
Hohenlohe ist in Liechtenstein aufgewachsen, hatte dort jedoch den Sprung in das Nationalteam nicht geschafft. Dann gründete er 1981 den Mexikanischen Skiverband und fuhr für Mexiko bei Großereignissen mit. In Bormio hatte er bei der Abfahrt rund 14 Sekunden Rückstand auf den Sieger Bode Miller und belegte den letzten Platz. Nun hofft er auf eine direkte Intervention durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) als letzte Chance.