In Ofterschwang fanden die letzten Rennen der Damen vor den Olympischen Spielen statt. Im Riesenslalom beeindruckte Maria Jose Rienda-Contreras. Mit ihrem Slalomsieg schaffte Janica Kostelic den 'Grand Slam'.

Rienda-Contreras mit Saisonsiegen zwei und drei
Los ging es in Ofterschwang mit dem Nachholrennen von Maribor (SLO). Der Riesenslalom wurde von der Spanierin Maria Jose Rienda-Contreras dominiert. Die Stilistin auf Ski erreichte in beiden Durchgängen die beste Zeit und siegte daher verdient. Auch im zweiten Riesenslalom konnte Rienda-Contreras ihr schönes Siegerlächerln zeigen. Nach der erneut schnellsten Fahrt im ersten Durchgang musste sie den Triumph aber mit Anja Pärson teilen, die zeitgleich mit ihr auf dem ersten Platz landete. Für die beste Skirennläuferin Spaniens waren es die Saisonsiege zwei und drei.

'Grand Slam' für Kostelic
Nach den beiden Riesensaloms stand dann noch der Slalom auf dem Ofterschwanger Programm. Dabei konnte Janica Kostelic Skigeschichte schreiben. Die Kroatin hatte in dieser Saison bereits in den anderen vier Disziplinen gewinnen können. Im Allgäu sicherte sie sich dann mit dem Sieg im Slalom den 'Grad Slam'. Dies war vor ihr zuletzt der Österreicherin Petra Kronberger im Winter 1990/1991 gelungen. Allerdings könnte dieses Kunststück auch noch Anja Pärson gelingen. Der Schwedin fehlt dazu nur noch ein Sieg in der Super-Kombination.

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Blieninger schwer gestürzt
Die deutschen Skirennläuferinnen mussten bei den Heimrennen in Ofterschwang erneut einen personellen Rückschlag hinnehmen. Anja Blieninger stürzte beim Einfahren für den ersten Riesenslalom. Dabei brach sie sich die Handgelenk und verletzte sich die Bänder an der Halswirbelsäule. Zum Glück wird die 24-Jährige keine bleibenden Schäden aufweisen. Ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen in Turin ist nun aber nicht mehr möglich.

Licht und Schatten bei den Deutschen
Die anderen DSV-Athletinnen zeigten auf der Piste durchwachsene Leistungen. Die beste Platzierung fuhr Annemarie Gerg ein. Die 30-Jährige verpasste als Fünfte allerdings erneut den Sprung auf das Podest. Positiv überraschen konnte Kathrin Hölzl. Die 21-Jährige kam in allen drei Rennen in das Finale und erzielte mit ihrem 12. Platz im zweiten Riesenslalom ihre erste Top-15-Platzierung. Ebenfalls ein Debüt konnte Fanny Chmelar feiern, die im Slalom erstmals überhaupt Weltcuppunkte einfuhr. Anders sieht es dagegen bei Martina Ertl-Renz aus. Bei der Lenggrieserin läuft es in ihrer letzten Saison noch nicht. Mit einem 19. und 21. Platz kann die erfahrenste Athletin im Weltcup so kurz vor den Olympischen Spielen nicht zufrieden sein.