Der zweite Riesenslalom in Ofterschwang (GER) wurde von zwei Skirennläuferinnen gewonnen. Anja Pärson und Maria Jose Rienda-Contreras lagen mit 2:22,18 Minuten zeitgleich auf dem ersten Platz. Auf den dritten Rang fuhr die Amerikanerin Julia Mancuso (2:22,27 Min.).

Erneute Bestzeit durch Rienda-Contreras
Dabei hatte alles angefangen wie es am Vortag aufgehört hatte. Maria Jose Rienda-Contreras, die bei ihrem Sieg am Vortag bereits in beiden Durchgängen die schnellste Zeit fuhr, legte mit Startnummer eins gleich wieder vor. Die Spanierin setzte mit 1:12.20 Minuten eine Zeit, die keine der anderen Läuferinnen toppen konnte. Im Finale gelang ihr dieses Kunststück allerdings nicht, weshalb Rienda-Contreras sich den Sieg mit Anja Pärson teilen musste, die ihrerseits die Schnellste in 1:09,80 Minuten im Finale war.

Mancuso stark - Zettel raus
Zwei starke Durchgänge zeigte Julia Mancuso. Die Amerikanerin bestätigt damit eine Woche vor den Olympischen Spielen ihre gute Form. Nach den zweiten Plätzen von Cortina d'Ampezzo (ITA) in Abfahrt und Super-G zeigte Mancuso nun, dass sie auch im Riesenslalom auf das Podium fahren kann. Nach ihrem dritten Platz beim ersten Riesenslalom musste Kathrin Zettel wieder einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Die 19-Jährige schied im ersten Durchgang aus und wartet weiter auf ihren ersten Weltcupsieg.

Beste ÖSV-Athletin auf Platz fünf
Beste Österreicherin wurde Michaela Kirchgasser, die Fünfte wurde. Damit stand keine Rennläuferin des starken ÖSV-Teams beim letzten Riesenslalom vor Olympia auf dem Podest. Kirchgasser könnte sich mit diesem Ergebnis aber noch den letzten Startplatz für das olympische Riesenslalom-Rennen gesichert haben, denn ihre Konkurrentin Elisabeth Görgl kam über den 16. Platz nicht hinaus. Vor Kirchgasser zeigte die Kanadierin Genevieve Simard als Vierte, dass mit den Nordamerikanerinnen bei Olmypia zu rechnen ist.

Kostelic nicht im Finale
Überraschend nicht im Finale dabei war die Weltcup-Führende Janica Kostelic. Die Kroatin kam mit einem großen Rückstand im ersten Durchgang ins Ziel und verpasste als 41. den zweiten Durchgang deutlich. Kostelic war allerdings auch mit leichtem Fieber und ohne ihre vollständige Kraft angeschlagen ins Rennen gegangen.

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Pärson wieder Zweite im Gesamtweltcup
Durch den Nuller von Kostelic wurde der Gesamtweltcup wieder etwas spannender, zumal Anja Pärson mit dem Sieg die Maximalausbeute von 100 Zählern erreichte. Damit überholte die Schwedin Michaela Dorfmeister und ist mit nun 1.121 Punkten wieder die erste Verfolgerin von Janica Kostelic. Im Riesenslalom-Weltcup konnte Pärson ihren Vorsprung nun auf 100 Zähler ausbauen. Neue Zweite ist mit 405 Punkten Maria Jose Rienda-Contreras.

Kathrin Hölzl überrascht
Für die DSV-Athletinnen lief der zweite Riesenslalom vor heimischer Kulisse im Allgäu nicht ganz so gut. Hatten es beim ersten Rennen noch vier DSV-Starterinnen ins Finale geschafft, so waren es dieses Mal nur zwei. Dabei zeigte Kathrin Hölzl (WSV Bischofswiesen) eine starke Vorstellung. Nach dem ersten Lauf lag sie als beste Deutsche auf dem 13. Rang. Im Finale fuhr sie ohne Angst vor der großen Kulisse und der eigenen Courage und konnte sich sogar noch um einen Platz verbssern. Martina Ertl-Renz (SC Lenggries) konnte erneut nicht überzeugen, zeigte aber im Gegensatz zum ersten Renntag mit dem 19. Platz eine Steigerung.

Staber knapp am Finale vorbei
Einen guten Lauf zeigte dagegen Annemarie Gerg (SC Lenngries), bis sie bei einem Geländeübergang in Rücklage geriet und ausschied. Carolin Fernsebner (SK Ramsau) schied wie Gerg aus. Für Veronika Staber (WSV Samerberg) reichte es bei ihrem zweiten Weltcupeinsatz wie schon am Vortag nicht für einen Platz unter den besten 30. Als 32. fehlten ihr aber nur 33 Hundertstel.