Der Sieger der dritten Super-Kombination der Saison heißt Benjamin Raich. Der 'Blitz aus Pitz' war mit einer Gesamtzeit von 2:36.41 Minuten in Chamonix (FRA) klar schneller als der Zweitplatzierte Rainer Schönfelder (2:37.31 Min.). Hinter den beiden Österreichern schaffte Bode Miller mit 99 Hundertsteln Rückstand auf Raich noch den Sprung auf das Podest.

Aamodt nach der Abfahrt in Führung
Begonnen wurde die Super-Kombi in Chamonix mit der Abfahrt. Die Bestzeit legte hier überraschend Kjetil-Andre Aamodt vor. Der Norweger benötigte 1:41,72 Minuten für die im Vergleich zur Spezialabfahrt kürzeren Strecke. Hinter ihm kamen Bruno Kernen und Hermann Maier ins Ziel. Sowohl der Schweizer Kernen als auch der Österreicher nutzten die Kombinationsabfahrt noch einmal für einen Trainingslauf unter Wettkampfbedingungen und ließen den anschließenden Slalom aus. Dadurch rückte Patrik Järbyn mit 17 Hundertsteln Rückstand auf Platz zwei vor.

Raich erst auf Platz 17
Benjamin Raich, der große Top-Favorit und der Kombinationssieger aus Wengen (SUI) und Kitzbühel (AUT), landete in der Abfahrt auf dem 17. Rang. Mit 1,12 Sekunden Rückstand hatte sich der Österreicher eine gute Ausgangsposition für den Slalom geschaffen. Diese nutzte Raich dann auch aus und fuhr mit der bis dahin besten Slalomzeit auf Platz eins. Von dort verdrängte er seinen Teamkollegen Rainer Schönfelder, der von Platz 22 im Slalom zunächst ganz nach vorne fuhr und am Ende hinter Raich Zweiter wurde.

Comeback von Miller geglückt
Nach seinem einwöchigen Training kehrte Bode Miller in Chamonix wieder in den Weltcup zurück. Der Amerikaner konnte mit dem 15. Platz nach der Abfahrt zwar nicht unbedingt zufrieden sein, doch am Ende konnte der Allrounder sich noch auf den dritten Rang verbessern. Für einen Sieg in der Spezialabfahrt müsste der Weltcup-Gesamtsieger aber noch zulegen.

Sporn mit starker Slalomleistung
Einen großen Sprung machte in der Kombinationswertung Andrej Sporn. Der Slowene lag nach der Abfahrt auf Position 29 und konnte als Zweiter des Slaloms die guten Pistenbedingungen nutzen, um lange die Führung zu übernehmen. Didier Defago war der Erste, der es schaffte, seine Gesamtzeit zu unterbieten. Neben den drei Erstplatzierten gelang dies nur noch Michael Walchhofer, der im Endklassement mit Defago auf Platz vier geführt wird, sodass Sporn einen großen Sprung auf die sechste Position machte.

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Ligety noch in die Top Ten
Die Bestzeit im Slalom fuhr nicht der Sieger, sondern Ted Ligety. Der Amerikaner lag nach der Abfahrt an 33. Stelle und war mit 53.60 Sekunden im Slalom sogar vier Hundertstel schneller als Benni Raich. Damit konnte sich Ligety noch auf den zehnten Rang verbessern. Ebenfalls einen großen Satz nach vorne machte Markus Larsson. Der Schwede konnte sich am Ende über Platz zwölf freuen.

Raich baut Vorsprung aus
In der Weltcup-Gesamtwertung konnte Benni Raich mit seinem fünften Saisonsieg die Führung ausbauen. Mit nun 1.065 Zählern liegt der Österreicher auf Kurs Gesamtsieg. Mit 245 Punkten Vorsprung vor Michael Walchhofer sieht es so aus, als ob er endlich die große Kristallkugel gewinnen könnte. Durch den dritten Rang in der Super-Kombi konnte sich Bode Miller wieder vor Hermann Maier und Daron Rahlves auf den dritten Rang schieben. Die Titelverteidigung hat er allerdings schon abgeschrieben.