Die Österreicherin Karin Huttary und Lars Lewen aus Schweden haben sich bei den X-Games im Skicross durchgesetzt.

Material mitentscheidend
Das Skicross-Finale der X-Games 2006 wurde stark vom Schneefall beeinträchtigt. Durch den Neuschnee wurde der Kurs sehr langsam und die Sprünge konnten nicht so wie am Vortag in der Qualifikation genommen worden. Der Sieg wurde neben dem skifahrerischen Können auch durch das Material entschieden. Einige Fahrer haderten nach dem Rennen mit ihren Ski.


Karin Huttary konnte ihrer Favortitenrolle gerecht werden. Die Österreicherin war im Finale direkt nach dem Start in Front und gab die Führung auch nicht wieder ab. Silber holte sich etwas überraschend die Norwegerin Gro Kvinlog. Kvinlog kam mit blutiger Nase ins Ziel, nachdem sie bei einem Sprung mit dem Knie an die Nase kam. Auch die Siegerin Huttary hatte nach dem Rennen eine blutige Lippe. Der dritte Rang ging an Ophelie David aus Frankreich, die in einem Fotofinish die Vorjahressiegerin Sanna Tidstrand (SWE) hinter sich ließ.
Huttary krönte sich damit zur Königin der Skicrosserinnen. Sie holte mit diesem Sieg insgesamt zweimal Gold und zweimal Silber.

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Hochkarätiges Finale bei den Herren
Im Finale der Herren waren vier ehemalige X-Games-Sieger mit dabei: Lars Lewen (Sieger 2003), Reggie Crist (Sieger 2002 und 2005), Casey Puckett (Sieger2004) sowie Zach Crist (Sieger 2001). Am Ende triumphierte der Schwede Lars Lewen, der vor Reggie Crist die Ziellinie als Erster überquerte. Dritter wurde der weitgehend unbekannte US-Amerikaner Chris Del Bosco.
Dagegen kamen zwei Mitfavoriten nicht zum Zuge: Tomas Kraus, der zuletzt alle Wettbewerbe in Europa dominiert hatte, kam nur auf Rang vier. Lokalmatador Pucket musste sich mit dem sechsten Rang begnügen.

Salomon Ski liefen gut
Gerade bei den Herren wurde der Unterschied im Material mehr als deutlich. Während Lewen und Crist mit ihren Salomon Ski vorne landeten, hatten andere Skicrosser wie Enak Gavaggio keine Chance. Der Franzose Gavaggio schmiss nach seinem Lauf frustriert die Ski in die Ecke.