Christoph Gruber hat wie im Vorjahr den Super-G von Garmisch-Partenkirchen gewinnen können. Der Österreicher verwies in 1:26.51 Minuten Scott Macartney (1:27.34 Min.) aus den USA und den Norweger Kjetil-Andre Aamodt (1:27.37 Min.) auf die Plätze.

Gruber mit deutlichem Vorsprung
Dabei zeigte Christoph Gruber eine beeindruckende Leistung. Der Vorjahressieger ließ sich weder von Himmel noch von Hölle beirren und zeigte einen grandiosen Lauf. Gruber pulverisierte die Bestzeit von Scott Macartney, an der sich solange die Favoriten die Zähne ausbissen. 83 Hundertstel Vorsprung sind im Skizirkus Welten.

Macartney überrascht alle
Nach Christoph Gruber kam aber keiner mehr, der die Zeit von Scott Macartney knacken konnte. Der Amerikaner war mit der Startnummer eins ins Rennen gegangen und erwischte vor allem die Einfahrt in die FIS-Schneise hervorragend. Nur Gruber fand in den entscheidenden Passagen der Kandahar eine noch bessere Linie. Damit konnte sich der 28-jährige Macartney über seine beste Weltcupplatzierung überhaupt freuen. Vorher waren ihm erst zwei Top-Ten-Ränge gelungen.

Aamodt meldet sich pünktlich zu Olympia
Nur einmal musste Macartney noch um seine Zeit bangen. Als 'Altelch' Kjetil-Andre Aamodt unterwegs war, wankte die Zeit des US-Boys. Aamodt, der eigentlich lieber bei seinem jungen Familienglück in Norwegen geblieben wäre, fuhr locker und verpasste die Zeit nur um drei Hundertstel. Damit unterstrich er genauso wie Lasse Kjus, der Fünfter wurde, dass mit den beiden routinierten Norwegern pünktlich zu einem Großereignis wieder zu rechnen ist. Ihr junger Mannschaftskollege und der Super-G-Weltcup-Führende Aksel-Lund Svindal musste sich dieses Mal der Routine geschlagen geben und wurde nur 20.

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Maier mit 200. Weltcup-Einsatz
Damit verlor Svindal auch die Führung im Disziplinen-Weltcup an Hermann Maier. Der 'Herminator' hatte sich bereits gestern mit dem Sieg in der Abfahrt das schönste Geschenk zum heutigen Jubiläum gemacht. Der Flachauer bestritt beim Super-G sein 200. Weltcup-Rennen und übernahm mit dem vierten Rang den ersten Platz im Super-G-Weltcup. Dort liegt er nun mit 232 Punkten vor Svindal (224) und Hannes Reichelt (AUT, 221).

Gesamtweltcup: Drei Österreicher vorne
Im Gesamtweltcup führt weiterhin Benjamin Raich, der im Super-G 18. wurde, vor Michael Walchhofer. Neuer Dritter ist Hermann Maier. Damit führen drei Österreicher vor zwei Amerikanern.

Ertl holt Weltcuppunkte
Aus deutscher Sicht gingen die Rennen von Garmisch-Partenkirchen positiv zu Ende. Nachdem gestern bereits Stephan Keppler (WSV Ebingen) unter die ersten 30 fuhr, konnte sich im Super-G Andreas Ertl (SC Lenggries) mit Startnummer 53 noch Weltcuppunkte sichern. Im Endklassement landete der 30-Jährige auf der 25. Position, womit er erstmals in dieser Saison was Zählbares einfuhr. Für Keppler reichte es heute genauso wenig für Punkte wie für Felix Neureuther (SC Partenkirchen) und Johannes Stehle (SC Obermaiselstein), die beide mit großem Rückstand ins Ziel kamen.