Der Deutsche Skiverband hat am 25. Januar 2006 sein Team für Turin nominiert. Aus dem alpinen Bereich dürfen fünf Damen und zwei Herren zu den Olympischen Spielen fahren. Die einzige Überraschung hierbei war die Nominierung von Felix Neureuther.

Ausnahmeregelung für Neureuther
Neureuther hatte es im Laufe der Saison nicht geschafft, die Kriterien für eine Olympiaqualifikation zu erfüllen. Trotzdem wurde er vom DSV für das Aufgebot benannt, und muss die Winterspiele nicht als Zuschauer verfolgen. Für den Partenkirchener stand nur ein elfter Platz beim Slalom in Beaver Creek (USA) zu Buche. Einen weiteren Platz unter den ersten 15 konnte Neureuther bei den restlichen Rennen nicht erreichen. Teilweise scheiterte der 21-Jährige nur knapp. In Kranjska Gora (SLO) fehlten ihm als 20. nur 41 Hundertstel auf den ausreichenden Rang.

Herren nur im Technikbereich dabei
Die anderen sechs Athleten hatten die erforderlichen Leistungen erbracht. Zweiter deutscher Mann in Turin ist Alois Vogl, der sich mit seinem dritten Platz von Wengen (SUI) die Qualifikation sicherte. Damit sind die deutschen Herren nur im Technikbereich bei Olympia am Start, was nach dem Saisonverlauf auch nicht verwunderlich ist, da im Speed-Bereich weiter eine große Lücke klafft.

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DSV-Mädels im Slalom stark
Besser sieht es trotz der Ausfälle von Maria Riesch und Hilde Gerg bei den Damen aus. Gleich fünf DSV-Athletinnen schafften die Olympiaqualifikation. Martina Ertl-Renz erreichte die Olympianorm gleich in drei Wettbewerben. Die 32-Jährige zeigte im Super-G, im Riesenslalom und in der Super-Kombination ihre Leistung. Im Speed-Bereich konnte nur Petra Haltmayr das Ticket lösen. Im Slalom schafften dies dagegen gleich drei DSV-Mädels. Annemarie Gerg hinterließ im Slalom bis zu ihrer Verletzung den stärksten Eindrung. Monika Bergmann-Schmuderer konnte zwar nicht ganz soweit nach vorne fahren, aber für zwei Top-15-Plätze reichte es. Überraschend war das gute Abschneiden von Anja Blieninger, die sich mit einem 14. Platz in Zagreb-Sljeme und einem zwölften in Maribor die Fahrkarte nach Turin holte.