Ein augenzwinkernder Blick in die Vergangenheit bestimmt die Optik der Snowboardmode im kommenden Winter. Holzknechte, Gebirgsjäger, Rock’n’Roller, Skifahrer aus den 70-er und 80-er Jahren stehen Pate für die Outfits 2006/07. Doch moderne Fasern sorgen dafür, dass die Stücke nicht nur cool ausschauen, sondern richtig warm sind und voll klug ausgetüftelter, bequemer Extras stecken. Und sie ermöglichen figurbetonte Schnitte bei voller Bewegungsfreiheit, so dass Eleganz und ein Hauch Glamour auf die Piste kommen. Multi-Media-Freaks packen vom Soundsystem bis zum Camcorder alles lässig in speziell dafür vorgesehene Taschen und sind mit der Mini-Solaranlage im Rucksack selbst in abgelegensten Regionen nie ohne Stromversorgung für Handy, iPod, Bluetooth und Co.

„Shine like a Princess, Ride like a Queen!\"
„Shine like a Princess, Ride like a Queen!\" heißt das Schlagwort bei Rip Curl, wo eingearbeitete Swarowski-Steine den Boaderinnen besonderen Glanz verleihen. Doch die Franzosen mit den Wurzeln im Wellenreiten sind nicht die einzigen, die Frauen zwischen Halfpipe, Piste und Pulverschnee glamourös aussehen lassen. Chiemsee etwa hüllt sie in Kaschmir und Alpacka, schmückt sie mit Intarsien oder goldenen Reißverschlüssen, goldenen Nieten und Pelzbesatz beim Jacken-Modell „Hyper Doll Luxury\", während Roxys Referenz an die Haute Couture die Linie „Cosmic Girl\" ist; mit glänzenden Stoffen, Pelzbesätzen und jeder Menge goldenen und silbernen Accessoires.

Frauen
Speziell dem Thema Frauen nimmt sich Nikita an. Das kultverdächtige Label Heida Birgisdottirs aus Islands Hauptstadt Reykjavik kleidet „girls who ride the mountains\" in sehr hochwertige und in der Optik isländisch-extravagante Hosen und Jacken, mit denen Frau auch abseits der Piste eine gute Figur macht. Neu im kommenden Winter auch die Linie B by Burton mit stylish-funktionellen Stücken, die eine Referenz sind, an Meilensteine der Entwicklung der Menschheit.

Stylish auch die Männermode, wo Fischgraat, Tweed und Nadelstreif zu den angesagtesten Stoffen gehören. Natürlich gefertigt aus High-Tech-Fasern. Bei Belowzero etwa kommt das trendigste Kultobjekt für den Mann, eine Fischgraat-Nadelstreifen-Jacke mit herausnehmbarer Weste, aus der Serie „Mission-Vision\". F2 setzt in seiner „Infinity Line\" ebenfalls auf den angesagten Stoff.

Neu interpretiert wird das Thema Overall mit Jacken und Hosen, die per Reißverschluss miteinander verbunden werden und so den Vorteil eines Einteilers auf der Piste mit den Vorzügen von Jacke und Hose beim Après oder in der Stadt vereinen. Denn die Verbindung von Sportbekleidung und urbaner Mode ist nach wie vor angesagt.

Breite Blockstreifen, florale Ornamente, abstrakte Muster, wie etwa der „Atlas Camo\" von Oakley, dynamische Grafiken und verträumte Verzierungen in leuchtenden Farben: Wie eine Kostprobe dieser Trends scheint die „Collection Snow\", für die Quiksilver fünf Fahrer seines Teams ihr Traumoutfit entwerfen ließ. Resultat sind unter anderem eine Retro-Daunenjacke mit breiten Blockstreifen oder ein schneeweißes Modell mit Pelzkapuze als Hommage an die 50-er Jahre. Und alles voll praktischer Taschen für MP3-Player, Mobiltelefon, Headset oder einfach nur Mineralwasser.

Sein eigenes Snowboard-Video aus der Fahrerperspektive drehen ohne sich aufs Filmen konzentrieren zu müssen? Mit „The Third Eye\" bietet Rip Curl an seinen Schneebrillen die Vorrichtung für einen 480-line Sony Digital Sensor mit eingebauter Kamera. Alternativ dazu der „H.3 Series Video Backpack\" von O’Neill mit Camcorder in einer speziell abgepolsterten Tasche im Rucksack. Wer mag, befestigt die kleine hi-definition-Linse am Helm und bedient diese mittels eines Joysticks am Schultergurt. Ein weiteres Highlight der „H.3 Series\" sind die Handschuhe mit eingewebtem Joystick, mit dem man mühelos sein iPod bedienen kann, ohne sich dabei kalte Finger zu holen.

Zu den ausgesprochen angenehmen technischen Errungenschaften gehört die erste Jacke mit Heizung. Für militärische Zwecke entwickelt, genießt man nun bei einer kalten Liftfahrt, als Unterlage beim Gipfelpicknick oder einfach an besonders kalten Tagen die angenehme Wärme der „Heating Vest\" von Quiksilver. Möglich macht’s ein flexibles elektrisches Heizelement, das in die Fasern integriert ist und an der Steckdose für acht Stunden Non-Stop-Betrieb aufgeladen wird.

Und was macht ein Snowboarder, wenn seiner Elektronik unterwegs die Power fehlt? Es gar nicht erst so weit kommen lassen. Mit dem „Solio\" von Quiksilver, einem im Rucksack integrierten Solar-Aufladegerät, ist man absolut autark. Nicht nur, um die Heizelemente in der Jacke auf angenehmer Temperatur zu halten, wenn man länger als geplant unterwegs ist. Gerade im Notfall abseits von Pisten kann die kleinste Anlage ihrer Art - sie besteht aus drei Solarzellen, die Sonnen- und Lichtenergie zum Aufladen von Handy, CD- oder MP3-Player nutzbar machen - gute Dienste tun.

Längst etabliert sind mittlerweile sicherheitstechnische Extras wie eingenähte Recco-Streifen zur Verschütteten-Suche von Lawinenopfern, Protektoren, um empfindliche Körperpartien bei der rasanten Fahrt durch den Funpark oder im unwegsamen Gelände vor Verletzungen zu schützen. Neben Protektoren-Spezialist Dainese bietet unter anderem Scott mit den „Three Quarter Pants\" die sichere Wäsche für drunter an. Helme, ebenso stabil wie leicht, schützen vor Kopfverletzungen und sind stylishes Zubehör. Soft Protection heißt das Zauberwort bei DXL, der neuen Marke mit den extrem leichten Protektoren, die so perfekt in die Wäsche eingearbeitet sind, dass man sich bequem bewegen kann. Wie auch die leichtgewichtigen Helme des Herstellers eine komfortable Alternative zu den üblicherweise starren Plastikprotektoren.

Weitere Infos rund um die Trends in Snowboardbekleidung und -Zubehör gibt es auf der ispo winter 06, 29. Januar bis 1. Februar 2006, Neue Messe München, oder unter www.ispo.com.