Der Österreicher Benjamin Raich hat sich bei der zweiten Super-Kombination der Herren in diesem Winter durchgesetzt. In einer Zeit von 2:38.46 Minuten kam der Pitztaler 19 Hundertstel vor Norwegens Routinier Kjetil Andre Aamodt (2:38.65 Min.) ins Ziel. Dritter wurde Peter Fill aus Italien in 2:38.78 Minuten.

Walchhofer gewinnt Abfahrt
Dabei sah es nach der Kombinationsabfahrt nicht unbedingt nach einem Sieg des ‚Blitz aus Pitz’ aus. Raich landete dort auf dem 13. Rang, mit zwei Sekunden hinter dem Kombi-Sieger aus Val d’Isere, Michael Walchhofer. Doch im Slalom spielte Raich seine technische Klasse aus und setzte sich an die Spitze. Danach scheiterten alle Konkurrenten an seiner Zeit.

Aamodt meldet sich zurück
Besonders eng war es dabei bei der Fahrt von Kjetil Andre Aamodt. Der Norweger war als Vierter der Abfahrt mit knapp einer Sekunde Vorsprung in den eisigen Hang von Wengen gegangen und verfehlte einen möglichen Sieg nur knapp. Dennoch setzte er sich vor den jungen Italiener Peter Fill, der in der Abfahrt ebenfalls knapp hinter Aamodt gelegen hatte und sich am Ende über seinen ersten Podestplatz freuen konnte.

Miller, Rahlves und Ligety ohne Fortune
Es war nicht der Tag der Amerikaner in Wengen. Daron Rahlves kam bereits in der Abfahrt nicht ins Ziel, nachdem er ein Tor verpasste, Ted Ligety erwischte es beim Slalom. Bode Miller zeigte dagegen am Tag nach seiner öffentlichen Entschuldigung seine Klasse. Nach dem zweiten Platz in der Abfahrt fuhr er im Slalom klar vor Raich ins Ziel - allerdings hatte er eingefädelt und wurde aus dem Ergebnis genommen. Ähnliches widerfuhr auch Giorgio Rocca, der nach starker Leistung wegen eines Einfädlers nicht gewertet wurde.

Andreas Ertl ausgeschieden
Didier Defago, der in Val d’Isere durch eine Disqualifikation um den Sieg gebracht worden war, wurde erneut bester Schweizer auf Rang fünf. Als einziger DSV-Starter war Andreas Ertl angetreten, der aber bereits bei der Abfahrt ausschied und so keine Weltcup-Punkte sammeln konnte. Beachtlich war dagegen das Mannschaftsergebnis der Norweger, die neben Aamodt noch Kjetil Jansrud, Lasse Kjus, Aksel Lund Svindal und Lars Myhre auf die Positionen sechs, sieben, neun und zehn brachten und damit das stärkste Kombinations-Team stellten.

Raich festigt Führung im Gesamt-Weltcup
Mit dem Sieg baute Benjamin Raich seine Führung im Gesamtweltcup weiter aus, zumal die direkten Konkurrenten Miller und Rahlves nicht punkten konnten. Am Samstag, den 14. Januar fahren die Herren die Spezialabfahrt auf der Lauberhornstrecke in Wengen, am Sonntag steht der Slalom auf dem Programm.