Nach der jüngsten verbalen Entgleisung von Gesamtweltcupsieger Bode Miller hat sich nun sein Verband öffentlich von dessen Aussagen distanziert. Verbandspräsident Bill Marolt stellte fest, dass die Verbindung von Alkohol mit Wettkampfsport nicht akzeptabel ist.

Alkohol-Interview bei CBS ausgestrahlt
Bode Miller hatte zuvor angegeben, auch schon in alkoholisiertem Zustand Skirennen bestritten zu haben. Nach seiner Aussage distanzierte er sich jedoch selber wieder davon und gab an, schlecht übersetzt worden zu sein. Der amerikanische Nachrichtensender CBS strahlte dagegen am Sonntag, den 8. Januar 2006 das Interview mit Miller in der Fernsehsendung \'60 Minutes\' aus. Darin gab der Skistar an, dass es Zeiten gab, in denen er bei Skirennen stark alkholisiert war. Es sei eine schwere Herausforderung, betrunken Ski zu fahren. Dies sei ähnlich, wie im gleichen Zustand ein Auto zu steuern, nur dass es im Skirennsport keine Regeln dagegen gäbe. Obwohl Miller im Interview zugestand, dass er durch sein Handeln sein eigenes Leben in Gefahr gebracht hat, würde er das Risiko dennoch wieder eingehen.

Treffen von Miller und Marolt in Wengen
Diese Aussagen bleiben nun nicht unwidersprochen. Das US Ski Team sucht zunächst das Gespräch mit seinem Star, der bei den letzten Rennen in Adelboden auch keine sportlichen Akzente setzen konnte und im Slalom sang- und klanglos ausschied. In der Presseerklärung betonte Verbandspräsident Marolt, dass man stolz sei auf den sportlichen Werdegang des Teams und sich insbesondere auf die Olympischen Winterspiele freue. Die Aussagen Millers seien aber nicht akzeptabel und nicht vereinbar mit den Werten, die das US Ski Team von seine Athleten einfordert. Der Konsum von Alkohol sei nicht nur äußerst unvernünftig für einen Athleten, sondern auch ein völlig ungeeignetes Signal für die jugendlichen Sportfans. Abschließend kündigte Marolt an, sich noch in dieser Woche mit dem Doppelweltmeister von Bormio zu treffen, um mit ihm die Schwere seiner Aussagen zu erörtern und ein insgesamt positives Ergebnis für alle Beteiligten zu erzielen.