Marlies Schild hat den fünften Slalom der Saison in Maribor (SLO) in 1:48,43 Minuten gewonnen. Bei ihrem dritten Sieg in Folge verwies die Österreicherin Janica Kostelic aus Kroatien (1:48,91 Min.) und die Schwedin Therese Borssen (1:49,03 Min.) auf die Plätze.

Zettel nach erstem Durchgang vorne
Wie schon im letzten Slalom in Zagreb-Sljeme (CRO) gab es nach dem ersten Durchgang eine österreichische Doppelführung durch Marlies Schild und Kathrin Zettel. Allerdings führte dieses Mal nicht Schild, sondern die 19-jährige Zettel. Im Finale schied der Shooting-Star aber bereits nach nur wenigen Toren aus und verpasste so ihren ersten Weltcupsieg. Für Schild, die sich einen Monat vor den Olympischen Spielen in Turin in bestechender Form präsentiert, war es der siebte Weltcup-Triumph ihrer Karriere.

Kostelic mit Laufbestzeit noch auf Rang zwei
Zweite in Slowenien wurde Janica Kostelic. Die Kroatin lag nach dem ersten Durchgang nur auf Platz acht und konnte sich mit einer starken Vorstellung und Laufbestzeit im Finallauf noch hinter Schild auf das Podium schieben. Allerdings profitierte die 24-Jährige dabei nicht nur vom Kurs, den ihr Vater Ante gesetzt hatte, sondern auch von den prominenten Ausfällen. Neben der Führenden Zettel schieden im Finale auch noch die Drittplatzierte Annemarie Gerg (SC Lenggries) und die Viertplatzierte Tanja Poutiainen (FIN) aus, sodass Therese Borssen von Platz sechs auf drei kam.

Kostelic baut Führung in der Gesamtwertung aus
Im Gesamtweltcup konnte Janica Kostelic ihren Vorsprung ausbauen. Die dreifache Olympiasiegerin von Salt Lake City kommt nun auf 732 Punkten und liegt damit 147 Zähler vor Anja Pärson. Die Schwedin schied in Maribor bereits im ersten Lauf aus und konnte daher nicht punkten. Im Slalom-Weltcup hat Marlies Schild mit 360 Punkten zu Janica Kostelic aufgeschlossen. Dritte ist in dieser Wertung nun Nicole Hosp, die in Slowenien auf einen guten fünften Rang kam.

Hilfskräfte ganze Nacht im Einsatz
Dass das Rennen überhaupt stattfinden konnte, war dem unermüdlichen Einsatz der Hilfskräfte zu verdanken. Die hatten nach der Absage des Riesenslaloms am Vortag die ganze Nacht durchgearbeitet, um den Start des Slaloms möglich zu machen. Etwas kältere Temperaturen und eine andere Präperierung ließen dann einen regulären Ablauf des Rennens zu. Allerdings waren die Bedingungen im Finale nicht mehr ganz so gut.

Ertl-Renz als Sechste beste Deutsche
So konnte sich Martina Ertl-Renz (SC Lenggries) auch noch mit einem Rennen von einer ihrer Lieblingspisten verabschieden. Nach dem ersten Lauf lag die Deutsche noch auf dem elften Platz, konnte sich aber mit einem guten zweiten Durchgang noch auf Position sechs nach vorne arbeiten, was gleichzeitig ihre zweitbeste Saisonleistung war. Pech dagegen hatte Annemarie Gerg. Die derzeit beste Deutsche lag aussichtsreich im Rennen, schied aber wenige Tore vor der Ziellinie aus.

Anja Blieninger schafft Olympiaqualifikation
Insgesamt hatten vier der sieben deutschen Starterinnen den Sprung unter die besten 30 geschafft. Neben Gerg und Ertl-Renz waren dies Anja Blieninger (TSV Altenau) als Zwölfte und Monika Bergmann-Schmuderer (Spvgg Lam) als 17. Beide hielten im Endklassement ihre Positionen, wobei Blieninger in beiden Durchgängen voll auf Angriff fuhr. Das zahlte sich für die 24-Jährige aus, sodass sie sich nach dem 14. Rang von Zagreb über das Olympiaticket freuen kann. Fanny Chmelar (SC Partenkirchen), Kathrin Hölzl (WSV Bischofswiesen) und Carolin Fernsebner (SK Ramsau) verpassten das Finale.