Am 7. und 8. Januar 2006 treten die alpinen Herren zum ersten Mal im neuen Jahr wieder zu Weltcup-Rennen an. Auf der Tagesordnung steht dabei ein Klassiker: Adelboden. Für die Schweizer ist das Heimspiel die Chance, mehr Athleten als sonst einzusetzen. Dabei sorgen die Comeback-Träume von Didier Plaschy für Zündstoff.

Dreimal auf dem Podest
1999 war das beste Jahr für Didier Plaschy. Er gewann zwei Slalom-Wettbewerbe in Beaver Creek und Kranjska Gora und konnte auch beim Klassiker in Kitzbühel aufs Podest fahren. Danach ging es bergab, 2001 beendete der heute 32-Jährige seine Karriere. Doch nun will es Plaschy noch einmal wissen: Mit viel Eigenengagement trainierte er für das Comeback, alles auf eigene Rechnung. Erste Rennerfahrung sammelte er bei NorAm- und FIS-Rennen, wobei ihm gegen viele Stars in Keystone (USA) nur ein 42. Platz gelang, in Abwesenheit der Elite gewann er aber das FIS-Rennen in St. Luc (SUI) immerhin mit einem Vorsprung von über zwei Sekunden. Grund genug, um ihm in Adelboden eine Chance auf der großen Bühne zu geben.

Geldbuße droht
Doch ein Problem gibt es dann doch: Plaschy hätte, gemäß dem Dopingstatut von Swiss Olympic, sein Comeback ein Jahr vorher öffentlich erklären müssen, um auf diese Weise für zufällige Dopingkontrollen greifbar zu sein. Da das nicht erfolgt ist, geht die Geschäftsstelle Dopingbekämpfung bei Swiss Olympic davon aus, dass ein Start bei Weltcup-Rennen oder den Olympischen Spielen nicht möglich ist. Lässt Swiss Ski den 'Oldie' doch starten, droht eine empfindliche Geldbuße, die bei etwa 50.000 Franken liegen könnte. Das ist für den sowieso klammen Schweizer Skiverband wohl zuviel - schlechte Chancen also für Plaschy.