Der Amerikaner Daron Rahlves unterstrich bei der Abfahrt in Bormio seine Goldmedaillen-Ambitionen für Turin 2006. Er gewann in 1:57.68 Minuten vor dem Österreicher Fritz Strobl (1:58.00 Min.) und Tobias Grünenfelder aus der Schweiz (1:58.03 Min.). Bereits im Frühjahr hatte Rahlves auf der ‚Stelvio’-Piste die Silbermedaille bei der Alpinen Ski-Weltmeisterschaft geholt.

Stelvio fordert Tribut
Zwei Stürze prägten die diesjährige Weltcup-Abfahrt in Bormio. Bereits vor dem eigentlichen Start musste Vorfahrer Alexander Ortler nach schwerem Sturz mit dem Hubschrauber ausgeflogen werden. Dadurch verzögerte sich der Start des Rennens. Ein Schock war auch der Sturz des Österreichers Johann Grugger, der im Gesicht blutend im Schnee liegen blieb und sich an den Oberschenkel griff. Eine genaue Diagnose steht bei ihm noch aus. Auch der drittplatzierte Tobias Grünenfelder stürzte: Im Zielschuss kam er zu Fall und überquerte die Ziellinie liegend, dabei verspielte er die Möglichkeit einer noch besseren Position.

Erfahrung setzt sich durch
Auf der sehr fordernden und langen Abfahrt in Bormio trennte sich Spreu von Weizen. Die erfahrenen Stars um Rahlves und Strobl setzten sich durch, auch Routiniers wie Michael Walchhofer (AUT) und Marco Büchel (LIE) fuhren auf Platz vier und fünf vor. Die jungen Fahrer im Weltcup-Zirkus konnten dagegen nicht vorne landen. Nicht optimal lief das Rennen auch für Bode Miller (USA) und Hermann Maier (AUT). Während der amtierende Weltmeister Miller noch Neunter wurde, musste Maier sich mit Platz 13 begnügen.

Strobl und Rahlves führen Wertungen an
Im Abfahrts-Weltcup hat Fritz Strobl mit dem zweiten Platz seine Führung ausbauen können. Er liegt mit nun 355 Zählern vor Walchhofer (292) und Büchel (230). Im Gesamtweltcup übernahm Daron Rahlves die Spitze mit 489 Zählern, knapp gefolgt von Bode Miller (471) und Walchhofer (470).