Es hätte der Weltcup von Benjamin Raich werden können. Im Riesenslalom von Kranjska Gora schaffte der Österreicher erstmals diese Saison den Sprung ganz oben aufs Treppchen. Im Slalom sah der 'Blitz aus Pitz' schon wie der sichere Sieger aus, verpasste am Übergang zum Zielhang aber ein Tor. Davon profitierte erneut Giorgio Rocca, der auch den dritten Slalom der Saison gewann.

Riesenslalom mit prominenten Ausfällen
Das Riesenslalom-Rennen in Kranjska Gora war dabei gekennzeichnet von schwierigen Bedingungen. Viele Stars kamen mit der eisigen Piste 'Podkoren' nicht zurecht und schieden aus. Zu ihnen zählten die Amerikaner Bode Miller und Daron Rahlves, sowie Österreicher Hermann Maier, der wieder einmal spektakulär stürzte. Nicht beeindrucken ließ sich aber Benjamin Raich, der trotz der widrigen Verhältnisse in beiden Läufen Bestzeit lief. Für den Riesenslalom-Gesamtsieger der Vorsaison war es der erste Erfolg im olympischen Winter. Mit Raich standen Massimiliano Blardone (ITA) und Thomas Grandi (CAN) auf dem Podest.

Dritter Sieg für Rocca
Auch im Slalom schien Benni Raich, eine Klasse für sich zu sein. Der ÖSV-Athlet lag bei der Zwischenzeit im zweiten Durchgang mit fast einer Sekunde vor Giorgio Rocca. Der 27-Jährige riskierte aber zu viel und übersah beim Übergang zum Zielhang ein Tor. Der Sieg ging damit an den Italiener, der bereits die Slalom-Rennen in Beaver Creek (USA) und Madonna di Campiglio (ITA) gewinnen konnte. Bereits in den USA profitierte Rocca vom Ausfall seines österreichischen Kontrahenten. Der Kanadier Thomas Grandi wurde Zweiter und stand damit in Slowenien doppelt auf dem Podest. Dritter wurde Ted Ligety (USA).

Achtungserfolg für Neureuther
Die Herren des Deutschen Skiverbandes erlebten in Kranjska Gora einen Weltcup mit Licht und Schatten. Felix Neureuther erreichte im Slalom trotz eines gebrochenen Mittelhandknochens das Finale der besten 30, wo er die Zähne noch einmal zusammen biss und auf Platz 20 fuhr. Am Vortag konnte der 21-Jährige den Endlauf nicht erreichen. Alois Vogl verpasste nach einem groben Fehler im oberen Teil das Slalomfinale als 31. nur um zwei Hundertstel. Das war um so ärgerlicher, da Vogl im unteren Streckenabschnitt die viertbeste Zeit fuhr und im Finale als einer der Ersten gute Pistenbedingungen vorgefunden hätte.