Welche Reiseformen bevorzugen die Winterurlauber?
Norbert Wosnitzer: Bei jungen Leuten sind Gruppenreisen für Individualreisende sehr beliebt. Dabei kann der Kunde oftmals wählen, ob er die gemeinsame Anreise im Bus bevorzugt oder lieber auf eigene Faust mit dem PKW oder Flieger zum Urlaubsort kommt. Unsere Gruppenreisen sind auch deswegen populär, weil die Unterkünfte direkt in den Skigebieten liegen und wir eine Reihe von Häusern dort selbst bewirtschaften, mit eigener Küche und eigenem Personal. Auch unsere speziell auf Familien mit Kindern zugeschnittenen Programme sind sehr beliebt und teilweise schon Monate im Voraus ausgebucht. Von Reisenden ab etwa 40 Jahren werden komfortable Hotels stärker nachgefragt.

Gibt es neue Trends im Wintersporturlaub zu verzeichnen?
Norbert Wosnitzer: Trendsportarten wie Free-Mountain oder Skitourengehen sind beliebt. Wir haben seit diesem Jahr ein entsprechendes „Pfiff-X-treme“-Programm im Angebot, das auf unserer Homepage auch sehr viel aufgerufen wird. Letztlich machen die Buchungen in diesem Segment aber nur einen geringen Anteil aus. Bei den Zielländern dominiert nach wie vor der Alpenraum mit Österreich, der Schweiz und Frankreich. Momentan so etwas wie ein Geheimtipp ist Schweden, wo es attraktive Zusatzangebote wie Hundeschlittenfahren gibt. Im letzten Jahr sind aber nur drei bis vier Prozent unserer Gäste dorthin gefahren.

Woran erkennt der Kunde eine qualifizierte Beratung bei der Reisebuchung?
Norbert Wosnitzer: Ein guter Berater sollte auf jeden Fall weitreichende Kenntnisse über Skigebiet, Unterkunft und Leistungen des Reiseangebotes vorweisen können. Meine Empfehlung für Interessierte lautet, sich beim Gespräch im Reisebüro nach einigen Details zu erkundigen, z.B. nach dem Charakter und Schwierigkeitsgrad des Skigebietes oder den vorhandenen Skipassmöglichkeiten. Ein kompetenter Ansprechpartner wird diese Fragen gerne und ausführlich beantworten.

Sicherheit wird im Skisport zunehmend groß geschrieben. Merken auch Sie als Veranstalter etwas davon?
Norbert Wosnitzer: Absolut! Wir bieten in einigen Städten Skigymnastik an, die vier Wochen vor Reiseantritt beginnt. Diese Angebote werden zunehmend stark in Anspruch genommen und die Kurse sind häufig komplett ausgebucht. Viele Unfälle beim Skifahren sind unserer Erfahrung nach auf fehlendes Aufwärmen zurückzuführen. Auf geführten Skitouren gehört deswegen eine gemeinsame Aufwärmphase fest zum Programm und wird auch gut angenommen. Die Zahl der Skifahrer, die einen Helm tragen, hat in den letzten Jahren ebenfalls stark zugenommen, obwohl wir hier noch hinter der Entwicklung in Amerika zurück liegen.

Wann lassen sich auf dem Reisemarkt die besten Wintersportschnäppchen machen?
Norbert Wosnitzer: Die Skisaison läuft hauptsächlich von den Herbstferien bis zum Ende der Osterferien. Außerhalb der klassischen Hochsaison zu Sylvester, im Februar und rund um Ostern lassen sich aber häufig günstige Angebote finden. Je nach Region liegt bis in den Mai hinein genug Schnee - wir haben seit 15 Jahren entsprechende Angebote im Programm und hatten noch nie Schneemangel.

Vielen Dank für das Gespräch!