Am Freitag, den 16. Dezember 2005, feiert der Internationale Skiverband FIS das 40-jährige Bestehen des Skiweltcups mit einer 'Champions-Celebration' in Gröden. Anlässlich des Jubiläums werden zahlreiche ehemalige Champions die Weltcuprennen im Grödnertal mit ihrem Besuch noch aufwerten. Erwartet werden u.a. Gustav Thöni, Paul Accola und Pernilla Wiberg.

"Meine Herren, wir haben einen Weltcup"
Die Feier in Gröden findet dabei hauptsächlich zu Ehren der ersten Weltcup-Saison statt, es wird nicht das erste Weltcup-Rennen gefeiert. Im Sommer 1966 hatten sich vier Männer zusammengefunden und die Idee eine Ski-Weltcups ausgeheckt. Dazu gehörten der Journalist Serge Lang, die Teamchefs aus Frankreich und den USA, Honore Bonnet und Bob Beattie sowie der österreichische Sportwart Sepp Sulzberger. Bereits im August hatten sie mit ihrer Idee auch den damaligen FIS-Präsidenten Marc Hodler infiziert, der die neue Rennserie mit diesen Worten bekanntgab: "Meine Herren, wir haben einen Weltcup".

Der Wandel als Konstante
In den 40 Jahren seines Bestehens wurde der Weltcup vielen Veränderungen unterworfen. Das Reglement wechselte ständig, seit am 5. Januar 1967 das erste Weltcup-Rennen, ein Slalom in Berchtesgaden, ausgetragen wurde. Gewonnen hatte damals der Österreicher Heini Messner. Schwankend waren zum einen die Plätze, für die es Punkte gab oder die Rennen, die für die Sportler in die Wertung eingingen. Neben Sonderregelungen wie Streichresultaten oder Verdoppelungen kamen im Laufe der Zeit auch neue Disziplinen hinzu. Zu den klassischen Varianten Slalom, Riesenslalom und Abfahrt kam erst die Kombination hinzu, die seit 2004/2005 als Super-Kombination ausgetragen wird, in den 80er Jahren wurde der Super-G erfunden.

Killy erster Gesamtsieger bei den Herren
Nancy Greene aus Kanada und der Franzose Jean-Claude Killy hießen die ersten Sieger in der Gesamtwertung. Nach ihnen wurden im alpinen Skirennsport durch den Weltcup viele Stars geboren. Neben Killy und Thöni bleiben viele weitere Namen untrennbar mit dem Weltcup-Zirkus verwoben. Ingemar Stenmark, Phil Mahre, Marc Girardelli, Pirmin Zurbriggen und auch die heutigen Stars um Hermann Maier und Bode Miller definieren sich auch durch ihre Erfolge in der Gesamtwertung aller alpinen Disziplinen - denn diese Auszeichnung wird von den meisten Athleten immer noch höher geschätzt als Olympisches Edelmetall oder WM-Medaillen. Das sah bereits der erste Sieger Killy so. Inzwischen wurden etwa 2.500 Rennen im Rahmen des FIS-Weltcup ausgetragen und 22 Länder waren bereits Gastgeber der besten Skifahrer der Welt. Auch in diesem Jahr gibt es wieder einige exotische Ziele: Die Herren tragen zum Ende der Saison vier technische Rennen in Japan und Korea aus.