Die Europacuprennen auf dem Pitztaler Gletscher wurden von vielen Athleten als Standortbestimmung im Hinblick auf die Paralympics in Turin gesehen.

Hervorragende Arbeit des Organisationskomitees
Vom 9. bis zum 11. Dezember 2005 richtete der Deutsche Behindertensportverband einen Europacupwettbewerb im Pitztal aus. Mit knapp 200 Athleten aus 23 Nationen musste das Organisationskomitee um Thomas Auer das bisher teilnehmerstärkste Rennen überhaupt bewältigen und löste diese Aufgabe ohne Probleme. Auch die letzten Starter fanden auf der harten und eisigen Piste noch gute Rennbedingungen vor. Die Pitztaler Gletscherbahnen hatten hervorragende Arbeit geleistet.

Deutsche Athleten stark

Siege und gute Platzierungen im Slalom
Beim Slalom zeigte Nachwuchsfahrerin Andrea Rothfuss mit einem Sieg, dass mit ihr wieder zu rechnen ist. Auch Christiane Singhammer konnte in der sitzenden Klasse einen Sieg einfahren. In der stehenden Klasse der Herren mit knapp 70 Startern setzte sich Gerd Schönfelder souverän durch. In der fast ebenso stark besetzten Klasse der Sitzenden konnte sich Martin Braxenthaler mit einem starken zweiten Lauf vom vierten auf den zweiten Platz verbessern. Gerd Gradwohl erreichte mit seinem Begleitläufer Karl-Heinz Vachenauer einen siebten Platz unter den rund 20 Athleten in der Klasse der Sehbehinderten. Auch die restlichen Athleten des Teams konnten zum Teil sehr gute Platzierungen erreichen. Insbesondere die Nachwuchsfahrer zeigten, dass sie sich weiter verbessert haben.

Erfolgreich im Riesenslalom
Auch mit Riesenslalom setzten sich die Erfolge des Teams fort. Gerd Schönfelder wiederholte seinen Sieg vom Vortag ebenso wie Andrea Rothfuss. Christiane Singhammer landete leider auf dem undankbaren vierten Platz. Dafür konnte Martin Braxenthaler mit zwei guten Läufen einen Sieg herausfahren. Gerd Gradwohl fuhr einen hervorragenden sechsten Platz.

Starke Leistungen im Super G
Obwohl das Team beim abschließenden Super G keinen Sieg verzeichnen konnte, waren die Sportler ähnlich stark unterwegs. Bei einem so großen und stark besetzten Starterfeld ist es sehr schwer überhaupt unter die ersten zehn zu kommen. Gerd Schönfelder erreichte einen zweiten Platz. Martin Braxenthaler war aufgrund seines schweren Sturzes eine Woche zuvor noch etwas vorsichtiger unterwegs und erreichte trotzdem einen fünften Platz. Andrea Rothfuss zeigte mit einem zweiten Platz, dass auch bei den schnellen Disziplinen mit ihr zu rechnen ist. Frank Pfortmüller erreichte einen hervorragenden neunten Platz und Gerd Gradwohl einen sechsten Platz.

Zufriedener Cheftrainer
Die deutsche Mannschaft zeigte damit gleich zu Beginn der Saison, dass bei den Paralympics wieder mit Erfolgen gerechnet werden kann. Cheftrainer Martin Lindner war sehr zufrieden mit den Leistungen.