In Gröden stehen dieses Jahr wieder ein Super-G- und ein Abfahrtsrennen auf dem Programm. Begonnen wird mit dem Super-G am Freitag, 16. Dezember 2005, um 12:15 Uhr.

Österreicher dominieren Super-G 2004
Im letzten Jahr gewann Michael Walchhofer den Super-G in Gröden. Mit dem Österreicher standen Hermann Maier und Benjamin Raich auf dem Siegertreppchen. Walchhofer hat sich mit seinem Doppelsieg von Val d`Isere in der Weltspitze zurückgemeldet und zählt daher auch in Gröden wie Maier und Raich zu den Sieganwärtern. In der Disziplinen-Wertung führt momentan aber kein ÖSV-Athlet, sondern mit Aksel Lund Svindal ein Norweger. Svindal liegt mit 150 Punkten vor Hannes Reichelt (AUT) und Daron Rahlves (USA). Der 22-Jährige schaffte mit seinem ersten Weltcupsieg im Super-G von Lake Louise den endgültigen Durchbruch. Daher muss man ihn auch in Italien auf der Rechnung haben. Weitere Favoriten sind allen voran Bode Miller, der sich in Val d`Isere die Führung im Gesamtweltcup holte, sein Teamkollege Rahlves und Altmeister Kjetil Andre Aamodt. Vielleicht gelingt aber auch Erik Guay der erste Weltcupsieg seiner Karriere. Der 24-jährige Kanadier zeigte diese Saison bereits ansprechende Leistungen und verfehlte den Sieg im Super-G von Beaver Creek nur um vier Hundertstel.

Sensationssieg von Rauffer
Einige der Speed-Fahrer besitzen auch in der Abfahrt von Gröden gute Chancen auf den Sieg. Allrounder Miller muss man hier genauso zuzählen wie Abfahrtsweltcup-Sieger Michael Walchhofer oder den momentanen Führenden dieser Wertung, Fritz Strobl (AUT). Im letzten Jahr konnte sensationell Max Rauffer den Sieg in der Abfahrt feiern. Zu einem erneuten deutschen Erfolg wird es dieses Jahr aber nicht kommen. Wenn man sich die Startliste anschaut, findet man keinen DSV-Athleten, was ein Indiz für die schwierige Situation beim Deutschen Skiverband nach den Rücktritten von Rauffer und Eckert vor allem im Speed-Bereich ist. Zweiter wurde der Schweizer Jürg Grünenfelder. Für den 31-Jährigen war dies bisher die einzige Podiumsplatzierung im Weltcup. Das Podest komplettierte 2004 Johann Grugger. Der Österreicher wartet in der Olympiasaison noch auf seinen ersten Sieg. Zwei dritte Plätze stehen für ihn zu Buche. Außerdem ist mit Antoine Deneriaz, einem der besten Gleiter im Herren-Weltcup, zu rechnen.

Ghedina könnte historischen Sieg feiern
Nicht vergessen darf man Kristian Ghedina. Ghedina hat bereits in Val d`Isere gezeigt, dass er noch vorne mitfahren kann. Im Trainig schaffte er die drittbeste Zeit, im Rennen kam er dann auf Platz zehn. Die Abfahrt in Gröden wird seine 161. im Weltcup. Auf der Saslong hält der Italiener zusammen mit Franz Klammer den Rekord mit jeweils vier Siegen, könnte ihn aber bei einem weiteren Sieg noch überragen.