Er war der sportliche Sieger der Super-Kombination von Val d'Isere. Doch der Schweizer Didier Defago konnte sich nur etwa eine halbe Stunde auch als Sieger fühlen - dann wurde er disqualifiziert. Statt seiner wird nun der Österreicher Michael Walchhofer als Gewinner in den Ergebnislisten geführt.

Nicht der erste Ausschluss
Der Grund für die Disqualifikation des Schweizers war eine zu hohe Bindungsplatte, die auf dem Rennski Defagos montiert war. Exakt 0,17 Millimeter zuviel - niemand wird da ernsthaft von einem Wettbewerbsvorteil sprechen wollen. Doch sind die Athleten nun einmal zuständig für ihr Material - und bereits früher hat es schon Ausschlüsse für Rennfahrer aus genau diesem Grund gegeben. Allerding betraf das nie den Sieger des Rennens.

Verband legt Einspruch ein
Swiss-Ski Chef Gian Gilli versucht indes, den Sieg Defagos noch zu retten. Innerhalb der erforderlichen Zeitspanne legte er einen offiziellen Einspruch gegen die Disqualifikation seines Schützlings durch die Jury ein - allerdings mit wenig Aussicht auf Erfolg. Didier Defago verliert neben dem sportlichen Erfolg auch eine Menge Geld. Alleine das Preisgeld für den ersten Platz hätte 35.000 Franken betragen, insgesamt dürfte der Verlust durch zusätzliche Sponsorenprämien etwa 100.000 Franken betragen. Außerdem muss er sich nun immer noch für Olympia qualifizieren. Inzwischen hat sich der Ausrüster Rossignol offiziell entschuldigt. Diese Entschuldigung wird aber für Defago und sein Team kaum ein großer Trost sein.