Der Italiener Giorgio Rocca hat den Nachtslalom von Madonna di Campiglio (ITA) gewonnen. Er siegte nach zwei Durchgängen in der Gesamtzeit von 01:32.26 Minuten vor dem Österreicher Benjamin Raich (01:32.51 Min.) und dem Finnen Kalle Palander, der 0,86 Sekunden Rückstand hatte.

Zweiter Saisonsieg von Rocca
Girogio Rocca unterstrich in Madonna seine aktuelle Dominanz im Slalom. War er nach dem ersten Durchgang noch 27 Hundertstel hinter dem Führenden Benjamin Raich, so gelang ihm im zweiten Durchgang ein hervorragender Lauf und er setzte sich mit deutlichem Vorsprung an die Spitze. Da ihn keiner mehr einholen konnte, feierte der Italiener so den zweiten Sieg im zweiten Slalom der Saison und den ersten Sieg eines Italieners in Madonna seit 1995. Somit hat Rocca nun die optimale Punktzahl von 200 im Slalom.

Raich wieder in Front nach erstem Durchgang
Wie schon in Beaver Creek (USA) beim ersten Slalom der Saison konnte Benjamin Raich im ersten Durchgang die Bestzeit fahren. Gleich mit der Startnummer eins ging er ins Rennen und hatte am Ende des ersten Laufes 0,26 Sekunden Vorsprung auf Kalle Palander. Doch erneut konnte er den Vorsprung nicht in einen Sieg ummünzen. Im Finale machte er kurz vor dem Ziel einen Fehler und verspielte so den Sieg. Es reichte dennoch zum zweiten Rang.

Olympiasieger meldet sich zurück
Hinter Kalle Palander und Thomas Grandi (CAN) kam der Franzose Jean-Pierre Vidal auf einen guten fünften Rang. Der Olympiasieger im Slalom von Salt Lake City meldete sich damit in der Weltspitze zurück und scheint pünktlich zu den nächsten Olympischen Spielen wieder in Form zu kommen. Auch Routinier Hans-Petter Buraas hat nach einer durchwachsenen Saison 2004/2005 wieder den Anschluss an die Spitze geschafft. Der Norweger fuhr im Finale die viertbeste Zeit und kämpfte sich vom 29. Rang noch auf Platz 13 vor.

Miller nicht in den Punkten
Der Führende im Gesamt-Weltcup, Bode Miller (USA) kam im Finale nicht ins Ziel. Nach dem ersten Durchgang war er noch auf einem guten sechsten Rang gewesen, doch dann fädelte er im Finale ein und schied aus. Dennoch behielt er die Führung im Gesamt-Weltcup, da sein aktueller Hauptkonkurrent Aksel Lund Svindal (NOR) am Montag nur den elften Platz belegte.

Vogl und Neureuther scheiden aus
Vom DSV waren in Madonna zwei Aktive mit von der Partie. Alois Vogl hatte die Startnummer vier, doch konnte diese niedrige Nummer nicht nutzen und schied nach einem Innenskifehler bereits im ersten Durchgang aus. Das war im zweiten Slalom der Saison der zweite Ausfall für Vogl. Auch Felix Neureuther musste einen Ausfall hinnehmen. Er fädelte im Steilhang ein und schied ebenso im ersten Durchgang bereits aus. Damit fand das Finale der besten 30 ohne deutsche Beteiligung statt.

Comeback für Kilian Albrecht
Mit Spannung war auch das Comeback von Kilian Albrecht erwartet worden. Der Slalom-Spezialist wurde für die nächsten beiden Slaloms in das Aufgebot des ÖSV berufen, schied jedoch schon nach wenigen Fahrsekunden des ersten Durchgangs aus. Damit war das Comeback schon frühzeitig beendet und Albrecht muss nun auf den Slalom in Kranjska Gora am 22. Dezember hoffen.