Die Damen schließen mit den Rennen vom 9. - 12. Dezember 2005 in Aspen die Nordamerika-Tour ab. In den USA steht unter anderem der erste Slalom der Saison am Sonntag an. Zuvor wird ein Super-G und ein Riesenslalom ausgefahren. Im Mittelpunkt steht dabei auch Martina Ertl-Renz, die, wenn sie alle drei Rennen mitfährt, den Rekord für die meisten gefahrenen Weltcup-Rennen brechen wird.

403. Rennen im Visier
Bislang führt die Österreicherin Anita Wachter mit 402 absolvierten Rennen die Rangliste an. Vor dem Weltcup-Wochenende steht Ertl bereits bei 400 - im dritten Rennen von Aspen steigt sie damit wahrscheinlich zur neuen Rekordhalterin auf - und kann dabei erfreulicherweise immer noch um die vordersten Plätze mitfahren. Zudem steht beim Slalom das erste Kräftemessen der Technik-Expertinnen in dieser Disziplin auf dem Plan. Im Vorjahr erwies sich Tanja Poutiainen als stärkste Slalom-Fahrerin im Feld und konnte über ihre Punkte aus den technischen Wettbewerben auch ein Wort in der Weltcup-Gesamtwertung mitreden. In diesem Jahr versucht sich die Finnin zudem im Super-G, der die Rennen im amerikanischen Nobelskiort am Freitag eröffnet.

Erster Einsatz für Bergmann-Schmuderer und Gerg
Der Slalom könnte sich in dieser Saison als beste Disziplin der DSV-Damen erweisen. In Aspen darf von Monika Bergmann-Schmuderer und Annemarie Gerg nach deren Erfolgen bei den Nor-Am Cup Rennen im Vorfeld viel erwartet werden. Aber auch Maria Riesch und Martina Ertl-Renz gehen aussichtsreich an den Start. Stark werden auch die ÖSV-Damen eingeschätzt, die ihre gute Form ja bereits in Lake Louise unter Beweis gestellt hatten - offenbar kommen sie nach einem langen Trainingslager in Nordamerika mit den Bedingungen sehr gut zurecht. Gespannt sein darf man in Slalom und Riesenslalom auch auf Sölden-Siegerin Tina Maze (SLO) und die starke Spanierin Rienda-Contreras. Fehlen wird dagegen Marlies Oester (SUI), die sich bei einem Trainingssturz einen Kreuzbandriss zuzog und die Saison beenden musste.

Erneuter Feiertag für Meissnitzer?
Der Saisonauftakt bei den schnellen Rennen sah die Österreicherinnen Alexandra Meissnitzer und Michaela Dorfmeister ganz vorne. Beinahe punktgleich führen sie bislang mit 210 und 209 Punkten auch die Weltcup-Gesamtwertung an. Nachdem beide auch mit dem trockenen Schnee in Übersee offenbar bestens klarkommen, sind sie erneut die Top-Favoritinnen für den Super-G in Aspen. Gejagt werden die etablierten Racerinnen vom Team Austria vor allem von einigen jungen Athletinnen: Elena Fanchini (ITA), die Amerikanerin Lindsey Kildow und Andrea Fischbacher (AUT) bewiesen zuletzt, dass ihnen die Zukunft gehören wird. Für die Top-Stars Janica Kostelic (CRO), Anja Pärson (SWE) und Renate Götschl (AUT) lief es bislang nicht optimal, doch werden sie ihre Ergebnisse in Aspen steigern wollen.

Alle drei Rennen werden wir wie gewohnt in unserem Liveticker begleiten.