Vom 1. bis 4. Dezember 2005 fanden in Levi (FIN) die Skilehrer-Weltmeisterschaften 2005 statt. Nördlich des Polarkreises traf sich die Weltelite der Ski- und Snowboardlehrer zu ihren Titelkämpfen, die alle vier Jahre stattfinden. Die Finnen präsentierten sich als perfekte Gastgeber und sorgten für einen erstklassig organisierten Wettbewerb.

Silber für Deutschland im Demo-Wettbewerb
Die Königsdisziplin der Skilehrer-Weltmeisterschaften ist der Demo-Wettbewerb, der in einem Team aus sechs Fahrern bestritten wird. Hier geht es nicht um Hundertstel, sondern um Synchronität, Kreativität und eine hohe technische Qualität. Das Team des Deutschen Skilehrerverbandes (DSLV) belegte den erstklassigen zweiten Platz hinter den favorisierten Schweizern und wurde Vize-Weltmeister. Nach der ersten Runde lag das deutsche Team noch auf dem sechsten Platz, konnte sich aber mit einer glänzenden Vorstellung im zweiten Durchgang auf den zweiten Rang vor das Österreichische Team schieben. Für Deutschland fuhren Elisabeth Brandner (Grabenstätt), Andrea Kaufmann (Oberau), Karin Weißenbach (Nesselwang), Norbert Berger (Garmisch-Partenkirchen), Martin Brandlhuber (St. Wolfgang) und Tobias Streibl (Oberammergau).

Bronze für Deutschland im Carving Dual Relay
Im Carving Dual Relay fuhr das Team Germany 2 in der Besetzung Karin Weißenbach (Nesselwang), Tobias Streibl (Oberammergau), Andrea Kaufmann (Oberau) und Martin Blum (Bernau) auf den dritten Platz. Nur weil sich im Halbfinale
bei Karin Weißenbach kurz vor dem Ziel, deutlich in Führung liegend, die Bindung öffnete, zog das DSLV-Team nicht in das Finale gegen die Schweiz ein. Das "kleine" Finale um den dritten Platz gewannen die Deutschen dann souverän gegen das Team Schweiz 3. Außerdem wurden zwei Top-Ten-Platzierungen im Riesenslalom erreicht. Elisabeth Brandner (Grabenstätt) erreichte mit knapp sieben Zehntel Sekunden Rückstand auf die neue Weltmeisterin Nina Gstrein aus Österreich einen ausgezeichneten sechsten Rang. Zweite wurde Petra Eberle aus Liechtenstein vor der Schweizerin Xavière Fournier. Karin Weißenbach wurde Zwölfte, Andrea Kaufmannn 15.

Weitere deutsche Platzierungen
Martin Brandlhuber (St. Wolfgang) fuhr bei den Männern auf den neunten Rang. Er hatte am Ende etwas mehr als eine Sekunde Rückstand auf den neuen Weltmeister Daniel Defago aus der Schweiz und dem Franzosen Julien Terrini. Im Seniorenklassement erreichten Norbert Berger aus Garmisch-Partenkirchen den elften und Tobias Streibl aus Oberammergau den 19. Platz. Delegationsleiter und Präsident des Deutschen Skilehrerverbandes Christian Lechner war über die unerwarteten Erfolge so glücklich, dass er am letzen Abend der WM noch keine Prognose wagen wollte, ob die Feier der deutschen Mannschaft vor dem Rückflug nach Deutschland rechtzeitig endet, oder ob man einfach noch ein paar Tage in Finnland bleibt bis die Feierlichkeiten vorüber sind. Levi hat sich auf eine ausgelassene Abschlussfeier und eine jubelnde deutsche Mannschaft eingestellt. Trainer und Teamkapitän der deutschen Mannschaft, Michael Brunner aus
Garmisch-Partenkirchen, schwebte ebenfalls auf 'Wolke sieben': "Ich bin super stolz auf die gesamte Mannschaft, sie hat im Vorfeld hart trainiert und dann hier in Finnland verdient die Erfolge eingefahren."

Silber im BoarderCross
Bei den Snowboardwettbewerben wurde die deutsche Titelverteidigerin Chrissi Dietsche (Eisenbach) im BoarderCross nur von der französischen Worldcup-Fahrerin
Marjorie Rey geschlagen. Bei den Männern erreichte Martin Blum aus Bernau am Chiemsee einen hervorrragenden fünften Platz.